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CD-Review ::: Audioslave - Audioslave (2) |
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Die Erwartungshaltung schraubte sich bis zum Mond, als die Ex-Rage Against The Machine-Aktivisten Tim Commerford (bass), Tom Morello (git) und Brad Wilk (dr) und der ehemalige Soundgarden-Sänger Chris Cornell Audioslave gründeten. Für die Paarung der einstigen Hardcore-/Polit-Rap-Formation mit dem Grunge-Pionier holte man sich für den selbstbetitelten Erstling den Meister-Produzenten Rick Rubin (Red Hot Chili Peppers, System of a Down). Bei diesen Kalibern ist das Ergebnis allerdings überraschend: Das Album enttäuscht über weite Strecken.
Den 14 Songs fehlt das Originäre, das Eigene. Audioslave beweist vor allem, wie gut die Band Led Zeppelin kopieren kann: sei es bei den Heavy-Gitarren-Riffs ("Set It off", "Exploder") oder beim Robert-Plantschen-Gesang Cornells ("Cochise"). Produzent Rubin setzt diese Songs zwar ohne Hard-Rock-Soundgeschrammel um, echte Innovationen aber, die die Verbindung dieser beiden Potenziale mit sich bringen könnten, fehlen. Rubin setzt auf die Retrospektive und Chris Cornells Sangeskraft; die Jungs von RATM spielen nur unscheinbare Nebenrollen. Sieht man von den exquisiten Gitarrensoli Tom Morellos ab, die Rubin auffällig in Szene setzt, hätten die Songs auch ein paar gute Studiomusiker einspielen können.
So gelingen nur wenige knackige Rocker mit eingängiger Hookline und festsaugenden Riffs ("Set It Off"). Der Rest ist mittelmäßig aufgewärmte E-Gitarren-Lautmalerei und Wutgebell des Sängers ("Gasoline"). Dabei wirkt das Bemühen Cornells um eine leidende Aggressivität kalkuliert und müde. Denn die Phase der jugendlichen Wut über die Ungerechtigkeit der Welt hat er hinter sich und schon oft besungen.
In ruhigeren Gewässern überzeugt die Band um so mehr. "Like A Stone" und "The Last Remanining Light" zaubern eine ehrliche, traurige und sehnsuchtsvolle Grundstimmung. Das gelingt am eindruckvollsten auf "I Am The Highway", einem Stück wie ein Roadmovie über die Flucht vor dem Schmerz einer verlorenen Liebe, das sanft mit einer dezenten Westerngitarre dahingleitet. Den Ton, den Cornell bei diesen Songs trifft, nimmt man ihm ab: melancholisch, abgeklärt, nicht mehr an allem leidend.
Wenn Audioslave diese Qualitäten ausweiten, gelingt ihnen in der Zukunft vielleicht doch noch der mögliche Klassiker.
Thorsten Schatz
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Weitere CDs von Audioslave:
> Out Of Exile > Audioslave
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