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CD-Review Atrocity Werk 80   CD-Review ::: Atrocity - Werk 80

Review Atrocity - Werk 80  
Review

Atrocity
Werk 80
Massacre

Metal
 
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Atrocity sind schon seit einiger Zeit für ungewöhnliche Experimente bekannt. Diesmal haben sie sich eines Themas angenommen, das jeden Mitt- bis End-Zwanziger in Erinnerungen schwelgen lassen dürfte: Die Hits der Achtziger!
Fürwahr ein engagiertes Unterfangen! Die Zusammenstellung lässt dann auch einiges erhoffen: von Tears For Fears über Duran Duran und DAF bis David Bowie. Die Fete sollte also vorprogrammiert sein.
Leider ist dem nicht so! Klar fängt "Shout" ganz nett an und der geneigte Hörer wird sich ein anerkennendes Grinsen nicht verkneifen können. Die Mundwinkel bewegen sich jedoch spätestens bei "Wild Boys" eine ganze Ecke nach unten. Gerade bei diesem Song wird das grosse Manko von Atrocity wieder hörbar - Krulle kann nicht singen! Die Stücke leiden unter seinem mangelndem Stimmvolumen. Auch an der Instrumentierung kann Kritik geübt werden, da so manches Mal die Gitarren auf Teufel-komm-raus ins Schema gehauen scheinen. Selbst Liv's (Theatre of Tragedy) Stimme kann mich, z.B. bei "Rage Hard", zum ersten Mal nicht überzeugen. Manches wirkt einfach zu konstruiert.
"Werk 80" hat jedoch auch seine überzeugende Momente: "The Great Commandment", "Send me an angel", "Tainted Love" und "Der Mussolini". Alle vier Stücke bewegen sich abseits der Gothic-Metal-Schiene und gehen eher in den Wave-Bereich (bzw. EBM bei "Der Mussolini"). Das funktioniert richtig gut.
Das grösste Plus der CD ist jedoch ganz klar das Artwork! Ich möchte nicht wissen, wie viele Vertreter des männlichen Geschlechts allein auf Grund des ansprechenden Äusseren der abgebildeten jungen Dame zugreifen.
 
Thorsten Wilms
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Weitere CDs von Atrocity:
> Werk 80 II
> Gemini


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