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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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| Berlin |
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  37.9% |
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| eine andere |
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  20.7% |
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| Hamburg |
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  17.2% |
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| Köln |
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  17.2% |
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| München |
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  6.9% |
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CD-Review ::: April Daze - Soma |
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Beneidenswert sind sie nun wirklich nicht. April Daze kommen aus Remscheid und das ist beachtlich weit entfernt von Großbritannien, dem Mutterland ernst gemeinter Rockmusik. Aber nichtsdestotrotz: Auch im Hochsauerland gibt es - wie in England - reichlich Nebel, fiesen Dauerregen, nahezu ungenießbares Bier und gleich um die Ecke eine ausgedehnte Industrielandschaft, die Menschen melancholisch macht und sie zu ernsthaften Liedern mit traurig-schönen Melodien inspiriert, zu denen wir ausgedehnte Zugfahrten durch winterlich graue Landschaften unternehmen oder lauschige (aber wahrscheinlich einsame) Abende in unseren vier Wänden verbringen. Und wir sind (wenn wir ein am Weltschmerz leidendes Naturell haben) begeistert von dem was wir hören. Britisch inspirierte Rockmusik verspricht man uns und wir werden nicht enttäuscht. Ohne an dieser Stelle peinliches Namedropping betreiben zu wollen, muss man anerkennend bemerken, dass sich die vier Remscheider (Carsten Böcker, Stephan Ort, Oliver Mühlbauer und Tobias Kaps) musikalisch näher an ihren britischen Vorbildern bewegen als geographisch. Ihr Debüt-Album "Soma" klingt selbstbewusst, intelligent arrangiert und veredelt mühelos jede wohltemperierte Depression mit allerlei Gitarren-Schönklang und angenehm klagendem Gesang.
Bleibt allein die abschließende Frage: Was passiert, wenn der Remscheider Nebel abzieht und tatsächlich der Sommer wieder Einzug erhält? Die Antwort ist einfach: Die Frage ist schlicht zu hypothetisch, um hier zugelassen zu werden und April Daze zu gut, um im Sommer schon wieder vergessen zu sein.
Oliver Hochscheid
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