 |


|
Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
|
| Berlin |
 |
  37.9% |
 |
| eine andere |
 |
  20.7% |
 |
| Hamburg |
 |
  17.2% |
 |
| Köln |
 |
  17.2% |
 |
| München |
 |
  6.9% |
 |
|
|
|
|
|
 |
| |
 |
CD-Review ::: Apocalyptica - Apocalyptica (2) |
 |
Wenn man bedenkt, dass Apocalyptica mehr oder minder als Coverband
angefangen haben, ist ihre musikalische Entwicklung wirklich erstaunlich. Deren vorläufiger Höhepunkt ist seit kurzem auf dem jüngsten selbstbetitelten Album nachzuhören. Schon bei dem ebenso schmissigen wie eingängigen Opener "Life Burns!" muss man schon gaaaaanz genau hinhören, um die Celli nicht für Gitarren zu halten. Das Schlagzeug und der Gesang von The Rasmus-Sänger Lauri Ylönen tun ein Übriges, um die Spuren zu Apocalyptica zu verwischen.
Einerseits werden die vier Finnen (Eicca, Perttu, Paavo sowie Drummer Mikka) mit einer solchen Nummer vermeintlich austauschbar ("DAS sind Apocalyptica?"), andererseits ist die Integration von Schlagzeug und Gesang eine logische Folge, wenn man musikalische Stagnation vermeiden will. Abgesehen davon ist "Life Burns!" ein klasse Ohrwurm. Logische Folge: Eine Maxi-CD inkl. einer Instrumentalversion und Demovarianten der Stücke "Deep Down Ascend" sowie "Kellot".
Zurück zum Album: Solange es wie auf "Apocalyptica" auch genügend "klassischen" Stoff der Cellisten gibt, besteht keine Gefahr, dass die Band ihre bislang einmalige Identität auf Kosten publikumsstarker Hit-Singles riskiert. Ganz im Gegenteil: Aus Sicht der Finnen dürften die Stücke mit Gastsängern (des weiteren sind Ville Valo von Him und Marta Jandova von Die Happy zu hören) ein taugliches Vehikel sein, Aufmerksamkeit zu erhalten, ohne die eigenen musikalischen Vorlieben verleugnen zu müssen.
Bei Songs wie "Quutamo" (taucht auf dem Album noch mal als "Wie Weit" mit deutschem Text auf), "Distraction", dem heftigen "Fatal Error" und "Betrayal / Forgiveness" (wie schon beim Vorgänger "Reflections" mit Slayers Dave Lombardo an den Drums) kommen vor allem headbangende Traditionalisten auf ihre Kosten. Und mit "Misconstruction" und "Farewell" sind auch wieder zwei sehr melancholische Stücke dabei - hier entfalten die Celli ihre Wirkung nach wie vor am intensivsten.
Fazit: Durch den verstärkten Einsatz von Drums und Gastsängern klingen Apocalyptica teilweise härter, aber auch weniger exotisch. "Apocalyptica" bietet jedoch alle Trademarks der Band und transportiert zugleich neue Elemente, ohne sich zu widersprechen. Das musikalische Fundament sind nach wie vor melancholische Melodien auf schwermetallischer Basis. Mit ihrem "Cello-Rock" bleiben die Finnen also vorerst einmalig. Für meinen Geschmack war der Vorgänger "Reflections" einen Tick eingängiger, "Apocalyptica" weckt dagegen eindeutig die Frage, was sich Eicca, Perttu, Paavo als nächstes einfallen lassen werden.
Joachim Brysch
> Alle Beiträge von Joachim Brysch
Weitere CDs von Apocalyptica:
> Apocalyptica > Reflections > Hope Vol. 2 > Plays Metallica By Four Cellos
 |
Apocalyptica bei ebay |
 |
|
|
|
 |





|
 |