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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: Antonio Faraò - / Bob Berg / Martin Gjakonovski / Dejan Terzic - Far Out |
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Herbie Hancock verteilt sein Lob sparsam, denn er ist, wie er sagt, kaum noch zu überraschen. Antonio Faraò aber hat es geschafft: "Antonio is not only a fine pianist, but a great one" sagt der Großmeister über den Italiener. Dass er so angetan von Faraò ist, verwundert beim Hören von dessen neuer CD "Far Out" nicht. Denn Hancock hat sicher der größten Einfluss auf den Nachwuchs-Pianisten. Davon zeugen Faraòs rasend schnelle, fast mehr klassisch als swingend phrasierten Läufe und seine abwechslungsreiche modale Harmonik.
Nicht nur Herbie Hancock gehört zu Faraòs Bewunderern. Nachdem er auf der vorigen Platte unter anderem von Jack DeJohnette begleitet wurde, war bei den aktuellen Aufnahmen nun der Tenorsaxophonist Bob Berg sein Partner, sicher am meisten durch seine Arbeit mit Miles Davis in den frühen achtziger Jahren bekannt. Tragischerweise starb der Amerikaner im Dezember 2002, kurze Zeit nach den Aufnahmen zu "Far Out", bei einem Verkehrsunfall.
Mit einer eigenwilligen Version einer Komposition von Miles Davis, "Seven Steps To Heaven", beginnt dann auch die Platte, die sich in der Folge stilistisch zwischen modernem amerikanischen Jazz und Pop-Einflüssen bewegt, die an europäische Gruppen wie das Esbjörn Svensson Trio erinnern. Verglichen mit den enorm spannungsreichen und mitreißenden Soli von Antonio Faraò wirken Bergs Improvisationen kalt und intellektuell, was einen interessanten Kontrast erzeugt, wenn auch der Amerikaner ab und an ein bisschen zu statisch wirkt. Insgesamt aber ist "Far Out", nicht zuletzt wegen des hervorragenden Sounds, ein hörenswertes Album mit einem großartigen Pianisten.
Arne David
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