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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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  37.9% |
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  17.2% |
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CD-Review ::: Amplifier - Amplifier |
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Um es vorweg zu schicken: Dieses Album ist großartig. Das zu sagen fällt nicht leicht. Besonders, wenn ein Werk von den Kollegen bereits dermaßen gefeiert worden ist wie das Debütalbum dieses britischen Trios. Denn "Amplifier" ist bereits vergangenes Jahr herausgekommen und wird nun inklusive Bonus EP wiederveröffentlicht. Die beinhaltet bisher nur in England erhältliche B-Seiten und zwei Video-Clips. Selbst die vier zusätzlichen Songs überzeugen auf voller Länge, schmeicheln mit lieblich treibenden Refrains und drücken mit coolen Strophenriffs - aber erst mal von Anfang an.
Sel Balamir (Vocals/Guitar), Neil Mahony (Bass) und Matt Brobin (Drums) trafen im Jahre 2001 aufeinander und fanden mit Bands wie Led Zeppelin, The Who, The Police, Mogwai, Massive Attack, Bowie undundund eine ausreichende geschmackliche Basis, um gemeinsam die Erstürmung jeglicher Rockgipfel in Angriff zu nehmen.
Drei Jahre später waren die ersten hochtreibenden Ziele erreicht: Die Produktion ihres ersten Albums übernahm neben Balamir selbst Steve Lynn, der früher unter anderem The Cure und Depeche Mode unter seinen Fittichen hatte. Für den Endmix konnten sie gar Chris Sheldon gewinnen, bekannt durch seine Arbeiten mit den Foo Fighters oder Feeder.
All diese Namen sind nichts wert, wenn nicht das Feeling stimmt. Diese Vorraussetzung erfüllt das Trio jedoch mit Leichtigkeit. Hier fehlt es nicht an Härte, genauso wenig an Gefühl. So müsste es klingen wenn Muse auf Elbow trifft oder A Perfect Circle auf Gomez. Der volle Gesang von Balamir birgt etwas überaus souveränes und eröffnet doch sogleich wieder Tiefe und Verletzlichkeit. Die Riffs reißen nur so mit, tragen die ersten Songs in voller Länge und mit voller Kraft. Alsbald lösen sie sich in fein zerlegte Harmonien auf. Mit "Old Movies" führt das Trio die Tradition der Ballade mit entsprechendem Kraftausbruch erfolgreich in eine neue Zeit, in der sich Alternativ- und Populärmusik immer mehr vermischt.
An dieser Stelle also eine weitere gerechtfertigte Lobeshymne auf eine auf ganzer Linie überzeugendes und für die Zukunft Hoffnung weckende Combo, die sich voll und ganz dem gefühlvollen Rock verschrieben hat.
Ulf Kneiding
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