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CD-Review ::: Amorphis - Silent Waters |
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"Silent Waters" setzt nicht nur da an, wo Amorphis mit "Eclipse" aufhörten, nein, das aktuelle Album stellt vor allem die ruhige und emotionale Facette der Finnen weiter in den Vordergrund. Kurzum: "Silent Waters" wird eher Melancholiker als Death-Metal-Fans ansprechen, wenngleich die Finnen nicht gänzlich auf harte Passagen verzichten. Hier und da schimmern Bands wie Nightwish, Depeche Mode und Paradise Lost durch, doch der größte Teil von "Silent Waters" klingt eindeutig und unverkennbar nach Amorphis.
Die Finnen bieten in den zehn Songs gleich reihenweise dramatische Melodien, ruhige Akustik- und Pianopassagen und melancholisch anmutende Riffs, ohne deswegen völlig deprimiert zu klingen. Und genau darin besteht die Kunst. Emotional? Ja. Schwermütig? Sicher. Traurig? Vielleicht. Aber auch lebensbejahend und beruhigend. Für die guten Vibes sorgen allein schon die zwei supereingängigen, mit typischen Amorphis-Harmonien versehenen Nummern "A Servant" und "Shaman" sowie der über die gesamte Spielzeit von rund 46 Minuten abwechslungsreiche Gesang von Fronter Tomi Joutsen, der es von zart bis hart drauf hat.
Fazit: "Silent Waters" ist die bislang ruhigste, folkloristischste und emotionalste CD der Bandgeschichte. Wer Amorphis nicht gerade wegen ihrer Death-Metal-Wurzeln schätzt, erhält den passenden Soundtrack für Herbst und Winter.
Joachim Brysch
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Weitere CDs von Amorphis:
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