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CD-Review Alaska.de Original Soundtrack   CD-Review ::: Alaska.de - Original Soundtrack

Review Alaska.de - Original Soundtrack  
Review

Alaska.de
Original Soundtrack
Kitty-yo / EFA

Rock / Pop / Elektro / Soundtrack
 
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Alaska.de erzählt die Tragödie eines Mordes unter Jugendlichen in einer ostdeutschen Plattenbausiedlung. Schnörkellos liefert der Film ein realistisches Portrait junger Menschen zwischen Lebensträumen und Orientierungslosigkeit. Den passenden Soundtrack dazu stellt das Berliner Label mit einer Riege beeindruckender Künstler. Auf der ersten CD finden sich Tracks unter anderem von Gonzales und Laub (remixed by Clifford Gilberto/Ninja Tune), sowie von jungen Künstlern wie Maximillian Hecker.
Den Opener für das bunte Gemisch liefern Marsmobil mit einem ethnisch-poppigen Sitar-Downtempo-Stück. HipHop-orientiert geht's weiter mit Gonzales, ehe dann Peaches hypnotischen Drum'n'Bass mit stilistisch gen Rock tendierenden Textlines unterlegen und die CD langsam in eine neue, "unelektronischere" Richtung bringen. Mit düsterem Crossover und harten Gitarrenriffs spielen Surrogat ihr "Karaoke" ein und bilden das Klimax der neuen Ausrichtung, der auch ihre zweite Appearance "Rocker" mit klassischem Deutsch-Rock-Charme zugute kommt. Duck Soup neigen zu 80er-Jahre-Fun-Pop und Neuling Hecker spielt in seinem 7:30-Minuten-Song mit den Gefühlen der Hörer. Seine Stimmung schwankt zwischen laut, leise, zu Tode betrübt und aggressiv und ist absolut mitreißend. Bittersüß hingegen mosermeyerdöring, die zusammen mit der Stimme von Jovanka von Willsdorf einen fast TripHop-haften Song für den Soundtrack zur Verfügung stellen. Hinter dem mysteriösen Namenswirrwar verbirgt sich im übrigen eine Formation um Rudi Moser (bekannt durch die Einstürzenden Neubauten) die dann auch verantwortlich für den gesamten Inhalt der zweiten CD ist.
Diese wiederum enthält den Original-Score des Films, für den mosermeyerdöring ihr Instrumentarium (angefangen bei Flugzeugturbinen über Synthesizer, Radiosamples und Stimmen, bis hin zu Nebelhörnern) zu clipartigen Songs zusammensetzten, deren Dramaturgie von den Hauptthemen des Films, Liebe und Gewalt, geprägt ist.
 
Inga Stumpf
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