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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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  37.9% |
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  17.2% |
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CD-Review ::: Alan Stivell - International Tour - Tro Ar Bed |
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Alan Stivell war es, der etwa zeitgleich mit Clannad, Ende der Sechziger, Anfang der Siebziger keltischen Folk mit einer anfänglich eher zaghaften Prise Rock versah und diese noch neuen Klänge an die Ohren des fast fanatisch anglophilen Deutschland brachte. Seither füllt der Barde mit schönster Beständigkeit weltweit mittlere und grosse Konzertarenen, ist aber aus den Charts und damit auch aus den Schlagzeilen verschwunden. Seine Stärken hat Stivell eindeutig in der Live-Musik und so roh und ungeschliffen, wie man ihn von der Bühne kennt, sind auch die Live-Aufnahmen von "International Tour - Tro Ar Bed" belassen. Zwischen schottischen und irischen Traditionals, neuen und bekannten Eigenkompositionen entfaltet der Barde sein urweltlich, verzaubertes Charisma und bewegt sich abwechslungsreich zwischen Vorzeit und rockiger Moderne. Mir kappen 42 Minuten ist "International Tour - Tro Ar Bed" etwas kurz geraten, entwickelt aber durch den gewöhnungsbedürftigen Mix zwischen akustischen und verstärkten Arrangements rauhen Charme und hohen Wiedererkennungswert. Stivell und seine sieben Mitstreiter laden ein zur Reise in eine ganz eigene Welt - nicht Vergangenheit, nicht Gegenwart, treffender vielleicht Fantasy - und auch nach mehrmaligem Hören gibt es immer noch Neues zu finden. Versteh' einer die Bretonen, die Stivell immer noch mehrheitlich für einen Verräter an alten Traditionen halten. "International Tour - Tro Ar Bed" verbindet Altes und Neues auf fast magische Weise, und auch wenn man sich den Sound des Albums erst "schönhören" muss, ist es weit mehr als nur eine momentane Bestandsaufnahme. Gelungen!
Marlene Müller-Prätorius
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