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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: Aina - Days Of Rising Doom |
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Wieviele Menschen verdrehen mittlerweile wohl schon die Augen, wenn die Begriffe "Rock Oper" oder "Metal Oper" fallen? Hm, wohl eine ganze Menge, nachdem in den letzten Jahren in dieser Richtung doch recht viel erschienen ist.
Früher war eben alles anders und da waren solche Geschichten oder auch Konzeptalben noch die Kirsche auf der Sahne im Musikbusiness. Vielleicht ist darum auch The Whos "Tommy" bekannter als diverse Alben der gleichen Machart der letzten Jahre. Ich möchte allerdings betonen, dass es hier nicht um den qualitativen Aspekt geht, denn wirklich die meisten, die sich einem solchen Unterfangen – sei es eine Oper oder ein Konzeptscheibchen – widmen oder gewidmet haben, auch definitiv die handwerklichen Fähigkeiten dazu haben. Nehmen wir nur mal "Avantasia", "Once And Future King" – und besonders im Falle der vorliegenden Platte wubbelt einem die Kinnlade sehr schnell gen Boden.
Hinter Aina verbirgt sich Heaven's Gate'ler und Produzent Sascha Paeth. Das Album kommt mit drei Scheiben im fetten Digipak und einer mehr als beeindruckenden Aufmachung daher. So befindet sich in der Hülle noch ein optisch super konzeptioniertes "Buch" über die Geschichte samt Texten, mit klasse Grafiken versehen – es ist echt hammermäßig.
Mit an Bord hat sich Sascha für dieses Meisterwerk unter anderen Thomas Youngblood (Kamelot), Erik Norlander, Glenn Hughes, Tobias Sammet (Edguy, Avantasia ), Michael Kiske, Simone Simon, Sass Jordan, Amanda Somerville und Andre Matos – das sind natürlich nicht alle. Die drei Silberlinge sind allerdings nicht ein Monster an durchgehender Geschichte. Die findet sich auf der ersten Disc, die zweite beinhaltet andere Versionen der Stücke, u.a. Single-Versionen, die dritte Scheibe kommt als DVD daher, mit Artwork, Storyboard, einem Making Of und und und. Wer sich dieses Digipak also zulegt, kann sich über mangelnde Ware für's Geld nicht beschweren.
Musikalisch haben die Akteure hier ein absolut gigantisches Stück Rock-/Metal-Geschichte zusammengezimmert. Klassische Instrumentals mit sehr feinen, detailreichen Arrangements, enorm viel Gefühl und selbst die symphonische Seite des Ganzen dreht nicht in eine Richtung ab, in der es schon wieder zuviel werden würde. Die metallische Seite von Aina lebt sicher durch die großartige Interpretation der Sänger und auch die Storyline, wie auch den Wechsel aus Gesang und Erzählung. Neben straightem Metal, den klassischen Einflüssen und der – für ein Konzept – nötigen Theatralik finden sich ebenso gekonnt eingewebte Folk-Elemente an einigen Stellen, düstere Passagen – die Mischung ist es, die hier ständig eine neue Atmosphäre schafft, die einem auch unweigerlich die passenden Bilder ins Köpfchen zaubert.
Eine fantastische Platte, die man haben muss. Die Frage, welcher Metal denn hier an der Tagesordnung steht, stellt sich nicht. Es ist einfach unglaublich niveau- und gefühlvoller Sound.
Eva-Maria Übelhack
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