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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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  37.9% |
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| eine andere |
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  17.2% |
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CD-Review ::: Ad Vanderveen - Fields Of Plenty |
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Endlich ist er da! Der Soundtrack für Willensschwache und Siebenschläfer. Vielleicht ist es auch die Begleitmusik für Großväter, die auf alten Mähren durch die Prärie streifen und sich gegenseitig langweilige Geschichten erzählen.
Was uns der kanadische Singer und Songwriter Ad Vanderveen auf seinem Album "Fields Of Plenty" vorklimpert, ist Öde auf weiter Flur, so sophisticated wie die Waltons, so aufregend wie Mutter Theresa und so lebendig wie der Ötzi. "Fields Of Boredom" wäre ein treffenderer Titel gewesen. Ad Vanderveen umspült uns mit samtweichen Einschlafliedern, die selbst Hyperaktive in Sekundenschnelle niederstrecken. Alles klingt, als würde meinem CD-Player langsam das Benzin ausgehen. Die Songs bestehen vor allem aus langer, langer, sehr sehr langer Langeweile, die oft unsäglich langweilig ist, manchmal aber auch einfach nur einfallslos. Man sollte Platten wie diese auf Demos spielen, die zu eskalieren drohen: Entweder laufen alle weg, werden zu zahmen Schäfchen - oder gehen kollektiv in den Freitod.
Grausiger Höhepunkt dieses Friedlichmachers: die Cover-Version eines Roger-Whittaker-Lieds. Roger Whittaker? Etwa jener weißhaarige Pomadendackel, der bei Dieter Thomas Heck schon vor 20 Jahren in der Hitparade gastierte? (War der damals nicht schon 80?) Ich fürchte ja.
Textlich umhüllt wird die Chose von butterweichem Schwulst über den Fluss des Lebens. Bei mir fließt auch was - und zwar aus den Augen. Sorry, aber für dieses Feuerwerk der Langeweile bin ich in 100 Jahren noch zu lebendig.
Christian Liederer
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