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CD-Review ::: A Maria Teresa Vera - A Maria Teresa Vera |
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Für Pablo Milanés ist María Teresa Vera die Verkörperung des Canción Cubana, des kubanischen Liedes. Silvio Rodríguez sagt über sie: "Ich glaube María Teresa Vera ist die Authentizität, die die Menschen der Musik geben, wenn sie sie kreieren oder spielen. Das ist etwas, was nichts weniger als die große Kunst ist, von der alle anderen Künste schöpfen: bodenständiger, im besten Sinne populärer Ausdruck."
Hier gibt es einen wahren Schatz zu hören (und auch zu sehen!): Siebzehn Titel aus dem Repertoire Veras, davon sieben Eigenkompositionen - die bislang unbekannt waren und nie aufgenommen wurden - werden von KünstlerkollegInnen neu interpretiert. Diese KollegInnen haben für Nubenegra schon eigene hervorragende Alben aufgenommen. Angefangen bei den kubanischen GenossInnen Omara Portuondo, Gema y Pavel, Caridad und Reinaldo Hierrezuelo von Vieja Trova Santiaguera bis hin zu den spanischen Kolleginnen Maria Selgado und Uxía.
Ein 80-seitiges Begleitbooklet auf spanisch und englisch erzählt von Veras Leben und Werk, welche enorme Bedeutung es für die musikalische Entwicklung des canción cubana hat, gibt Einblicke ins kubanische Leben, so z.B. Veras dreijährige Pause (1933-'36) nach dem ersten Gipfel des Erfolges, weil ihr als Tochter des Ochun, eines Gottes der Santeria, ein Singverbot auferlegt wurde. Es wird auch von der Schlitzohrigkeit berichtet: Als Vera mit ihrem Sextett in New York bei Aufnahmen für Columbia war, änderte sie kurzerhand den Namen der Gruppe und nahm direkt noch Schallplatten für Odeon und Brunswick auf. Kleine Geschichten, die für Kuba so typisch sind, bebildert mit alten Fotografien der kleinen zierlichen Mulattin, die in Kinos angefangen hat zu singen, wo es keine Verstärkung gab und man besonders laut singen mußte - die harte Schule der Straße.
Zum 100. Geburtstag 1995 aufgenommen und jetzt erst erschienen ist diese wundervolle Hommage an die(!) große Interpretin kubanischer Boleros, Sons, Rumbas, Guarachas, Habaneras und Bambucas. Das Künstlerkonglomerat hat hier sehr sensibel gearbeitet, die einzelnen Lieder sehr lebensnah umgesetzt. Das würde auch María Teresa Vera gefallen.
OHR
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