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CD-Review ::: 35007 - Phase V |
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Wer schon immer der Meinung war, gute Musik käme ohne Gesang schlichtweg nicht aus, dem sei dringendst empfohlen, sich eines der Werke der niederländischen Instrumental-Virtuosen 35007 (Loose) zu Gemüte zu führen. Gleiches gilt für all jene, die die bisherigen vier Werke der Band mit dem coolen Wechselnamen - man erinnere sich der netten Zahlschreibspiele mit dem guten alten Digital-Taschenrechner - verpasst haben. Hat das Quintett in den rund zehn Jahren seines Bestehens doch einen Sound entwickelt, dem tatsächlich die Prädikate "einzigartig" und "unverwechselbar" gebühren.
So zeichnen denn auch "Phase V" die liebgewonnen Attribute des Loose-Sounds aus: Sphärische Rock-Klänge, die den Begriff Space-Rock alles andere als peinlich klingen lassen, fast schon hypnotische Schlagzeug- und Bass-Passagen, extrem druckvolle Noise-Attacken und locker dahinworfene psychedelische Momente. Natürlich, auch "Phase V" mag sich hervorragend als Begleitmusik für Kiffer eignen, doch auch ohne unterstützenden Konsum die Gefühlswelt öffnender Drogen vermag "Phase V" in nahezu tranceartige Zustände zu versetzen. Das intelligente Songwriting des Fünfers sorgt zudem dafür, dass man sich schnell immer tiefer in die Sound-Collagen der Holländer verstrickt, die vom ersten bis zum letzten Moment an Spannung schwer zu überbieten sind. "Songs For The Blind", diesen Titel haben Loose ihrem jüngsten Werk angeblich an Spitznamen verpasst, und nicht nur als kleiner Seitenhieb auf die Queens eignet sich dieser für "Phase V" tatsächlich hervorragend
Arnulf Woock
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