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CD-Review 31 Knots The Curse Of The Longest Day   CD-Review ::: 31 Knots - The Curse Of The Longest Day

Review 31 Knots - The Curse Of The Longest Day  
Review

31 Knots
The Curse Of The Longest Day
Own / Al!ve
erschienen im November 2004
Independent Rock
 
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Bandpage

Keine leichte Kost, das. Aber was heißt das schon. Das heißt, dass sich die Songstrukturen der 31 Knots besonders nennen dürfen. Gitarrensalven und kontrastreich klarer Gesang mit langen Vokalen wechseln sich ab mit ruhigen Parts und Raum für Details.

Joe Haege, Sänger und Songschreiber der Band, legt viel Dringlichkeit und Leidenschaft in seine Arrangements. Gewöhnlicherweise begegnet einem solche Musik eher selten, ähnlich oft wie wirklich wilde Tiere im Stadtpark. Trotzdem habe ich schon seit einiger Zeit die Melodie des ersten Songs "Welcome To Stop" im Kopf - nebst dessen eindrucksvollen Zeilen: "I am...hostage...to the...Ebb and flow". Das heißt wiederum, dass sich die Songs durchaus festhalten können, dass sie nicht so vertrackt sind, dass sie nerven.

Bands mit größerem Erfolg und ähnlich außergewöhnlichem Songaufbau sind z.B. The Mars Volta bzw. die Vorgänger-Band At The Drive-In, die Queens Of The Stone Age oder Muse. Auch an die poppigere, jazzigere Band Karate erinnert der Gesang. Heavy sind ebenfalls die Lyrics. "Show me a saint and I show you their bloodlust" heißt es, oder auch "There's no love inside this mood but a lust to fuck that's ringin' true that I am only what I subdue". Dadurch grenzt die erwähnte Dringlichkeit auch mal ans Animalische.

Nach ihrer letzten Veröffentlichung, "High Time To Escape", ist "The Curse Of The Longest Day" nun ihr zweites größeres Werk, wobei dieses auch nur vier Songs + ein Interlude von insgesamt 20:46 Minuten Länge beträgt. Ich wette, so lange dauert im Schnitt der Kampf eines verwundeten Tieres oder so. Aber lassen wir das.

Mit dieser Platte hat sich die Arbeitsteilung in der Band geändert. Schrieben sie vorher die Songs gemeinsam, übernimmt dies Joe Haege nun alleine. Eine weitere, in der Presse viel zitierte, Änderung ist der Namenswechsel aller Bandmitglieder von Joe, Joe und Jay in Jay, Jay und Joe. Drummer Joe Kelly wurde von Jay Pellici gefolgt. Ob die Band sich allerdings ein ums andere Mal noch deswegen im Proberaum herzlich lachend auf Schenkel und Schultern klopft - man darf es nur vermuten.
 
Vanessa Romotzky
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