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CD-Review 30 Seconds To Mars A Beautiful Lie   CD-Review ::: 30 Seconds To Mars - A Beautiful Lie

Review 30 Seconds To Mars - A Beautiful Lie  
Review

30 Seconds To Mars
A Beautiful Lie
Virgin / EMI
erschienen im Oktober 2005
Emo-Metal
 
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"Auf dem ersten Album habe ich eine Welt erschaffen, hinter der ich mich dann versteckt habe", beichtet Jared Leto, Kopf von 30 Seconds To Mars und verantwortlich für Guitars, Vocals und Songwriting. Mit "A Beautiful Lie" liegt uns nun der Nachfolger zum Debüt aus dem Jahr 2002 vor. Und in der Tat ist der neue Silberling zugänglicher als das Erstlingswerk. Leto konzentriert sich auf den Kern der Songs, die an Eigenidentität klar gewonnen haben. Deutlich hörbar am packenden Opener "Attack" etwa, dem Titelsong, "The Fantasy" oder an "The Battle Of One" - ein Track, bei dem die Band demonstriert, dass sie nicht nur auf der Gefühlsschiene sicher unterwegs ist, sondern auch bei ganz harten Granaten ihre Stärken hat und diese brachial auszuspielen versteht.

Auch wenn die Stücke auf "A Beautiful Lie" sozusagen näher am Herzen sind, so verschmelzen wie beim Vorgänger erneut emotionale und metallische Klänge - in überzeugender Weise. Wer die Band nicht kennt, dem kann man vielleicht Filter oder Muse als Vergleich anbieten, nur dass 30 Seconds To Mars mit schwermütigeren Klängen glänzen. Die Songs schwanken zwischen zerbrechlicher Melancholie und ausbrechender Emotionalität. Diesen Spagat muss man beherrschen, sonst wird es schnell sehr nervig. Viele können es nicht, Leto & Co. gelingt es. Klanglich unterscheiden sie sich - oberflächlich gehört - zwar nicht immens von vielen MTV-Hypes aus der harten Ecke, doch die Marsbesucher steigen tiefer in den Seelenkeller hinab. Kurz gesagt, die Songs klingen authentischer als das, was Acts wie Evanescence oder Linkin Park durch die Lautsprecher jagen. Wie sagt Leto so treffend über sein neues Album: "Es ist ein sehr intimer Einblick in ein Leben am Scheideweg - eine ungeschönte Reise durch Gefühle. Es geht um Leben und Liebe, um Tod, Schmerz, Freude und Leidenschaft. Um das, was uns zu Menschen macht."

"A Beautiful Lie"? Ich glaube nicht, ich nehm' es ihm ab.
 
Christian Liederer
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