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Die Pop-Hauptstadt Deutschlands ist...
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CD-Review ::: 213 - The Hard Way |
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Wow! Das hätte ich ja nicht gedacht, dass dieses Album jemals erscheinen würde. Schließlich gibt es 213 auf dem Papier jetzt schon seit gut zehn Jahren, gemeinsame Albumpläne wurden aber immer wieder verschoben. Die Herren Snoop Dogg, Warren G. und Nate Dogg waren viel zu sehr damit beschäftigt, solo über 25 Mio. Platten zu verkaufen. Aber jetzt haben sie’s doch getan. "The Hard Way" ist da. Was kann man von dieser Platte erwarten? Bei solchen Supergroups ist man ja immer etwas skeptisch (vielen Dank, R. Kelly & Jay-Z). Haben sie sich auf ihren alten G-Funk-Lorbeeren ausgeruht und dabei die Zeit vergessen oder krampfhaft versucht, supermodern zu klingen?
Keines von beidem. Oder beides. Natürlich hört man auf "The Hard Way", wer da am Werk ist, und klar sind viele Tracks stark im Stil von alten Hits wie "Regulate" verwurzelt, aber 213 verpassen diesem Sound auch öfter einen neuen Anstrich oder verlassen ihn sogar ganz. Freundliche Hilfe kommt dabei von ein paar namhaften Produzenten, die dieses Album in puncto Beats zu einem der besten macht, die mir dieses Jahr untergekommen sind. Der eröffnende Clubtrack "Twist Yo Body" könnte gut vom (überraschenderweise nicht vertretenen) Dr. Dre stammen, kommt aber von Ex-Talib Kweli-Partner Hi-Tek, natürlich ist auch Kanye West mit dem wunderbar entspannten "Another Summer" vertreten, ansonsten haben Westcoast-Veteranen wie Battlecat und DJ Pooh ihre Instrumentals beigesteuert. Thematisch ist letztgenannter Track über relaxte Sommertage mit Freunden aber immer noch eine Ausnahme; es herrschen die üblichen Gangsta-Themen vor: Natürlich lieben die Frauen ihren "Joysticc" und geben ihnen "Groupie Luv", natürlich wird in "Ups & Downs" und dem musikalisch fast an die Roots erinnernden "Gotta Find A Way" vom lebenslangem Hustlen nach Geld berichtet, und dass mit "Mary Jane" keine Frau gemeint ist, dürfte sich auch schon herumgesprochen haben. Dass sie es Gangsta keepen und eh die Coolsten sind, ist eh klar, aber wenn dabei dann so dermaßen fette Nackenbrecher rauskommen wie "213 Tha Gangsta Clicc" kann ich denen sogar ihren dummen Namen verzeihen. 213 sind wohl zu alt, um ihnen diese Angeberei noch abzugewöhnen.
Was die drei Hauptdarsteller angeht, so gibt sich Snoop halt so wie man ihn kennt; sicher nicht der beste MC der Welt, aber auf seine Art einfach eine Klasse für sich. Nate Dogg muss sich erfreulicherweise nicht nur auf Refrains beschränken, sondern seine tolle Soulstimme kann sich frei austoben, was der Platte sehr gut tut. Und Warren G..., nun ja, was das Talent angeht ist er sicher der am wenigsten Gesegnete der drei, schlägt sich aber durchaus wacker und weiß auf einigen Songs durchaus zu gefallen.
Letzteres gilt für das ganze Album. Eine wirklich gelungene, sehr unterhaltsame Platte mit einigen musikalischen Überraschungen, und damit in jedem Fall mehr als man erwarten konnte.
Alexander Karl
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