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  Story ::: Ramones
Review

Joey Ramone ist tot!

April 2001

Der Punkrock-Pionier und -Sänger der legendären Ramones erlag am Ostersonntag, dem 15.4.2001 seinem Krebsleiden.

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Im Kreis seiner Familie verstarb er im Laufe des Nachmittags im Presbyterian Hospital seiner Heimatstatt New York. Joey Ramone, geboren Jeffrey Hyman, wurde 49 Jahre alt. Schon vor einiger Zeit wurde dem symphatischen Sänger Lymphdrüsenkrebs diagnostiziert, eine Krankheit, die es dem Körper nicht mehr möglich macht, auf Infektionen zu reagieren. Alle Versuche, den Krebs mit Chemoterapien zu besiegen, schlugen fehl.

Der Einfluss Joey Ramones und seiner Bandmitglieder Johnny, Tommy und Dee Dee (später Marky und C.J.) auf den Punkrock ist unbestreitbar. Ihre Mischung aus Bubblegum Pop, 60‘s Girl Group Sound, Stooges und dem Dreck der Straßen New York’s war wegbereitend. Ohne die Ramones würden die meisten Punkbands der heutigen Zeit nicht existieren und sogar Legenden wie die Sex Pistols, The Clash oder die Misfits sehen sich in der Tradition des New Yorker Quartetts und hätten ohne deren musikalische Vision sicherlich anders geklungen. Von Sid Vicious zum Beispiel wussten einige zu berichten, dass er ohne die Ramones nie einen Bass in die Hand genommen hätte. Auch die Metal-Szene trauert um den hochgewachsenen Frontman, allen voran sicherlich Lemmy Kilmister (Motörhead) und Bobby Blitz Elsworth (Overkill), beide gute Freunde des Sängers.

Mit seiner rosa Sonnenbrille, den dünnen, langen Beinen in schwarzer Stretch-Jeans und der obligatorischen Lederjacke wurde Joey Ramone zum Übervater des Punkrocks. Seine Stimme verlieh unsterblichen Hymnen wie "Blitzkrieg Bop", "Rockaway Beach", "Sheena Is A Punk-Rocker", "Pet Semetary" oder "Rock'n'Roll High School" das besondere Etwas. 1974 gegründet, entwickelten sich die Ramones schnell zu einer Institution im weltbekannten Punk-Schuppen CBGB’s. Über 50 Gigs in weniger als zwei Jahren wurden vor einem stetig wachsenden Publikum heruntergehämmert. Bis zu ihrer Auflösung im Jahre 1996 waren die vier "Brüder" ganze 2.263 mal auf den Bühnen dieser Welt zu bewundern. Dabei brachten sie eines immer zum Ausdruck: Musik muss nicht von begnadeten Musikern gespielt werden. Das Einzige, was wirklich zählt, war und ist Songwriting und Energie!

Trotz ihres unbestrittenen weltweiten Erfolges und sogar einem großartigen Kino-Film ("Rock'n'Roll High Schoo"l), hatten die Ramones auf mehr als zehn Studioalben keinen einzigen Mainstream-Hit. Dies mag ein Grund für den Underground-Erfolg des Quartetts sein, sorgte aber auch Anfang bis Mitte der neunziger Jahre für immer mehr Streit unter den ungleichen Bandmitgliedern.

Die Hoffnung auf eine Reunion der Punk-Legende um Ausnahme-Frontman Joey Ramone muss nun leider aufgegeben werden. Noch schlimmer ist jedoch der Verlust eines sympathischen Menschen, der auch nach der Auflösung der Ramones Underground-Bands unterstütze, produzierte und die Kids in New York mit der Musik abseits des Einheitsbreis in Berührung brachte.

Kurz vor seinem Tod wurde Joey Ramones erste Solo Scheibe mit Produzent Daniel Rey (Ramones, Misfits, etc.) fertig gestellt. Ein Release steht für Ende 2001 an. Mit dabei: Drummer Marky Ramone. Eine quasi posthume Semi-Reunion...

Thorsten Wilms


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