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  Story ::: The Doors
Review

Keiner kommt hier lebend raus

vor 2001

Es passiert immer wieder, daß man sich ein altes Buch nimmt, weil man einfach wissen will, was da in den "Ach so glanzvollen Zeiten" so passiert ist. Und da hat mir doch kürzlich Øle einen Auszug aus der Jim Morrison Biografie mitgebracht. Ganz wichtig jetzt, das ist keine Rezension, aber der Auszug spricht für sich. Wir haben dem nichts hinzuzufügen.

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Die Jim Morrison Biografie
Jerry Hopkins / Daniel Sugarman Heyne ISBN 3-453-04561-0
Eine Antidrogenvereinigung, die "Do It Now Foundation", konzentrierte alle ihre Kräfte darauf, den alarmierenden Anstieg im Speed-Konsum in Amerika zu stoppen, möglichst zu senken. Um diese schwierige Aufgabe zu bewältigen, wandten sich diese Leute an verschiedene Jugend-Idole mit der Bitte, bei 'Speed-tötet-Radiospots' mitzumachen. Frank Zappa machte mit und verschiedene andere nahmhafte Rockstars. Jim hatte monatelang die Bitten dieser Leute ignoriert, bis er eines Tages einen Anruf im Büro entgegennahm und schließlich zu seiner eigenen Überraschung einverstanden war, daß mittags jemand vorbeikomme, um seinen Antidrogen-Spruch auf Band zu nehmen [...] Als schließlich der Vertreter von "Do It Now" mit seinem Tonbandgerät kam, um den 60-Sekunden-Spot aufzunehmen, setzte sich Jim hin und bot dem Gast höflich den Platz auf der anderen Seite seines Schreibtisches an. Es schien, als wolle er einen guten Eindruck machen. "Also, was wir gerne von Ihnen hören möchten", fing der Besucher nervös an, ist: "Hier spricht Jim Morrison von den Doors, und dann, äh, sagen Sie einfach , in Ihren eigenen Worten, daß Speed tödlich ist." Jim dachte einen Augenblick nach und willigte ein.
"Okay, läuft das Gerät? Probieren Sie mal... Es ist besser, Sie vergewissern sich vorher. Nicht, daß wir die ganze Aufregung haben, um zu dann merken: zu spät, Chance verpaßt."
Das Band wurde zurückgespult, abgespielt, geprüft, wieder zurückgespult.
"Fertig, Jim?" - "Fertig." - "Also los!"
Jim dachte einen Augenblick nach und fing dann an :
"Hallo ihr kleinen Arschlöcher, ihr hört Radio statt eure Hausaufgaben zu machen! Hier spricht Jim Morrison von den Doors..."
Der Verteter von "Do It Now" drückte die Stopptaste. ...
"Was machen Sie ?" fragte er den Typ.
"Ich bin noch nicht fertig!"
"Bitte, Jim, wir können in einer Minute fertig sein, wenn Sie sich ranhalten. Denken Sie daran, das ist ein Spot für eine öffentliche Sendung."
Jim hörte aufmerksam zu und nickte.
"Ich glaube, ich habe verstanden. Kann ich es noch einmal versuchen?"
Das Band wurde zurückgespult und auf Aufnahme gestellt :
"He Jungs da draußen, wie steht's ? Hier ist euer alter Kumpel Jim Morrison. Ich sing mit 'ner Band, den Doors; vielleicht schon mal gehört ? Wir ham 'n paar Songs gemacht, aber nie einen über Speed. Saufen, zum Teufel, jaaaaa!"
Der gereizte Typ :"Bitte, Sie müssen verstehen, was wir brauchen. Frank Zappa hatte seinen Spaß. Auch Sie können Ihren Spaß haben, aber es muß auch ernsthaft sein."
Jim schien zu verstehen.
"Okay, kapiert. Noch mal. Jetzt klappt's. Ich versprech's." "Hallo, hier ist Jim Morrison von den Doors. Ich will euch nur eins sagen: Speed schießen ist nicht das wahre. Also schnupft's!"
Das Gerät wurde abgeschaltet. Der Do-It-Now-Mann saß starr. Im Zimmer war alles ruhig.
"Was 'is los? Is' es jetzt richtig?"
Der Gast schüttelte den Kopf. Jim stand auf und legte ihm die Hand auf die Schulter.
"He, Mann, es tut mir leid. Auf! Stell's noch mal an. Es tut mir wirklich leid. Jetzt bring ich's. Ehrlich."
Der Besucher sah Jim an.
"Sie versprechen's?"
Jim entgegnete feierlich:
"Ich verspreche es."
Wieder lief das Band.
"Hallo, hier Jim Morrison. Schießt kein Speed. Herrgott Jungs, raucht doch Pot!"
Der Mann von der "Foundation" blickte auf.
"Ich glaube, Jim, wir kommen der Sache näher, wenn Sie nur die letzten Worte ändern!"
"Ich weiß genau, was Sie meinen", versicherte Jim. "Noch einmal!"
Diesmal stellte Jim sich förmlich vor. Dann warnte er:
"Speed nehmen ist nich schick. Speed bringt Gänse um. Verpaßt du 'ner Gans 'ne Ladung Speed, schwimmt sie ewig im Kreis rum."
Der Unglückliche hatte alle Hoffnungen verloren und war den Tränen nahe.
Jim bat ihn:
"Auf Mann, es tut mir leid. Ich hab' nur einen Spaß gemacht, verstehen Sie doch. Jetzt wird's richtig. Ich versprech's."
"Ich weiß nicht, Jim" - er schüttelte den Kopf. "Ich kann hier nicht den Tag zubringen."
"Ein letztes Mal", drängte Jim.
"Okay, aber wenn es jetzt nicht klappt, ist's aus."
"Es tut mir leid. Jetzt wird's eine Aufnahme!" Wissen Sie überhaupt was eine Aufnahme ist?"
Jim hielt das Mikro sorgsam vor den Mund, machte eine Pause und begann:
"Hallo, hier ist Jim Morrison von den Doors. Ich will nur eines sagen..." Jim lächelte seinen Besucher an, der lächelte hoffnungsvoll zurück..."Nehmt kein Speed. Speed bringt einen um. Bitte, nehmt kein Speed. Versucht Tranquilizer. Ja, Tranquilizer, Barbiturate, Seelenstimmer, leine rosa Käppselchen. Das ist nicht so teuer und..."
Das Band lief noch, aber der Besucher war am Ende, Er stand auf, zog sein Jackett an, schnappte das Tonbandgerät und schlich aus dem Zimmer. Das Büro bebte vor Lachen. Jim hatte eine unnachahmliche Show abgezogen.

Dirk Jessewitsch


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