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Story ::: Volbeat |
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20.10.2008, München - Backstage-Werk
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Oktober 2008
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Party mit Ansage: Das bunt gemischte Publikum im seit geraumer Zeit ausverkauften "Backstage-Werk" ist ganz und gar auf Volbeat eingestellt. Die Platzverhältnisse bewegen sich zeitweilig auf Sardinenbüchsen-Niveau - und das, obwohl die Band doch bereits vor fast exakt acht Monaten an gleicher Stelle zu sehen war. Keine Frage, die dänischen Shooting-Stars kennen weiterhin nur den Weg nach oben.
Ein Grund dafür dürfte auch das aktuelle Album "Guitar Gangsters & Cadillac Blood" sein, mit dessen Titeltrack Volbeat ihren Gig um 22.10 Uhr eröffnen. Und die melodiöse Mischung aus Metal und Rock'n'Roll zündet von der ersten Minute an: hüpfende, bangende, tanzende und natürlich mitsingende Fans, strahlende Musiker. Eine Symbiose, die sich in den folgenden 90 Minuten nicht ändert. Klar, dass Michael Poulsen und Co. in München Spaß haben und es sichtlich genießen, auf der Bühne zu stehen. Dabei wirkt die Band nach wie vor angenehm ungekünstelt und authentisch. Eigentlich erstaunlich, wenn man bedenkt, dass Volbeat seit rund einem Jahr nichts anderes sehen, als ausverkaufte Hallen und ein enthusiastisches Pubikum. Aber die Jungs scheinen auf dem Boden geblieben zu sein und betonen auch heute, dass sie sich 20 Minuten nach Show-Ende gerne auf ein Bier mit den Fans unterhalten. Sehr symphatisch.
Die Setlist des Abends wird bestimmt vom aktuellen Album, das bis auf drei Stücke komplett zu Ehren kommt. Mit "Mr. & Mrs. Ness", "The Garden's Tale" – inklusive Krächzgesang von Gitarrist Thomas Bredahl, "Sad Man's Tongue", "Radio Girl", "A Moment Forever" und dem immer noch extrem nach Life Of Agony klingenden "Boa" berücksichtigen die vier Herren aber auch ihr Durchbruch-Album angemessen. Dabei bestätigt der Live-Eindruck, dass die Stücke von "Rock The Rebel/ Metal The Devil" einfach mehr Biss und zudem die cooleren Hooks besitzen. Zudem gibt es mit "Caroline Leaving" und "Pool Of Booze, Booze, Booza" zwei Stücke vom metallischeren Debüt zu hören. Das kennen vermutlich aber ohnehin nur die wenigsten Anwesenden.
Macht nix. Die Stimmung ist prima, die Band unterhaltsam und - das Wichtigste - die Songs rocken ordentlich. Aber es gibt auch ein paar Schwachpunkte: Die beiden Schmonzetten "Soulweeper #2" und vor allem "Light A Way" (widmet Poulsen seiner Mutter - "'Cause we're all mama's boys") sollte sich die Band live besser verkneifen. Die Stimmung sackt jedenfalls merklich ab. Auch ist es nicht unbedingt ein kluger Schachzug, die beiden Coversongs "I'm So Lonely I Could Cry" und "Making Believe" gleich hintereinander herauszuhauen. Zudem: Wer die Band schon einmal gesehen, kennt Poulsens Ansagen langsam auswendig (z.B. zu seiner "satanischen", schwarzen und seiner "christlichen", weißen Gitarre). Ein bisschen mehr Spontänität wäre nicht schlecht. Und schließlich: Wieso zum Teufel verzichten Volbeat auf "Devil Or The Blue Cat's Song"? Zugegeben, der Rausschmeißer "Still Counting" ist ein versöhnliches Trostpflaster, aber ein Dauerzustand sollte das nicht sein!
Fazit: Ein fast perfekter Konzertabend. Volbeat haben schlicht bärenstarke Songs und eine ungemein symphatische Ausstrahlung. Viel schief gehen kann da nicht wirklich. Es sei denn, die Band spielt beim nächsten Auftritt in München im gruselig-großen "Zenith"...
Joachim Brysch
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