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Story ::: Client |
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04.05.2007, Krefeld - KuFa
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Mai 2007
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Kurz vor neun am Freitagabend geht's noch um britische Bierbäuche, Billigtouristen und Luton, den schrecklichsten Flughafen der Welt. Beim entspannten Smalltalk in der Garderobe legen Client A, Client B und Client E die adretten Uniformen an, bevor sie wahre Soundgewitter in die kleine Halle der Kulturfabrik schmettern und mit "Lights Go Out" alles andere als Schluss machen: Das Damentrio Client rauscht in 90 elektrisierende Konzertminuten.
Inzwischen blicken die Soundingenieurin Kate Holmes (Client A), Sängerin Sarah Blackwood (Client B) und die Bassistin Emily Mann (Client E) auf drei erfolgreiche Alben, zurecht gilt die einstige Entdeckung von Andrew Fletcher, ansonsten Tastendrücker bei Depeche Mode, als eine der aufregendsten Bands Großbritanniens. In Kürze mag das vielleicht auch für Clients Vorgruppe Nemo gelten: Die vier jungen Wilden aus dem Königreich rocken die Halle ordentlich. Aber "rocken", das meint an diesem Abend nicht immer krachende Gitarrensounds: Beide Bands, Client freilich insbesondere, setzen auf kühle Elektrosounds. Allerdings haben sich die drei Damen diesmal zur Verstärkung den Wiener Gitarristen Günther Bernhart an Bord geholt.
Vom aktuellen Album "Heartland" spielen Client etliche Songs, vor allem "Xerox Machine", im Original freilich von Adam And The Ants, oder "Drive" reißen die rund 200 Elektro-Enthusiasten mit. Dazu bietet das Trio eine laszive Performance in dominanten Posen unter blau-rotem Licht, ein prickelndes Spiel auf Stöckelschuhen mit erotischen Klischees, während die hübsche Sarah Blackwood "Pornography" ins Mikro haucht. So heißt einer der großen kommerziellen Erfolge der britischen Combo, die an diesem Abend viele ihrer Klassiker von den früheren Alben "Client" und "City" in neuen, in härteren Arrangements präsentiert: Da hämmert etwa das famose "The Price Of Love" oder tönt zum guten Schluss mächtig laut das hypnotisierende "Here And Now". Apropos Schluss: Nach nicht mal einer Stunde verabschieden sich Client erstmals von der Bühne, um dann wenigstens für vier Zugaben auf die Bühne zurückzukehren - so kurz ist bisher kein Gastspiel an der Dießemer Straße gewesen.
Und das obwohl Blackwood, Holmes und Mann so gern in Krefeld spielen und unbedingt wiederkehren wollen, wie sie manches Mal versichern. Zum Glück mögen Client deutsche Flughäfen – Rückkehr also nicht ausgeschlossen.
Jens Höhner
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