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Mr. Undercover
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  Story ::: Mr. Undercover
Review

Ich möchte ein Eisbär sein

März 2007

Kürzlich, im "Heute Journal". Gezeigt wurden die "besten" Ausschnitte aus den Reden der Parteivorsitzenden bei ihren jeweiligen politischen Aschermittwoch-Treffen. Hier nun eine Printversion der "Best of"-Collection der witzigsten und wichtigsten Passagen: "...".

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Was war sonst noch wichtig? Obwohl 80% aller Deutschen den Kempa-Trick immer noch für eine üble Masche von Drücker-Kolonnen halten, wurde der Titel "Handball-Weltmeister" zum Wintermärchen hochstilisiert und alle feierten mit - nur die Wimpel fehlten an den Autos, muss am Wetter gelegen haben. Hamburg hat jetzt endlich auch "Rap aus der Gosse". Wir erwarten den ersten Diss-Toten des Jahres 2007 auf der Reeperbahn und verlangen für "geistige" Brandstifter, die in ihren Promotexten die peinliche Hetze mit Sätzen wie "pseudo harten Gangster Rapper Fler" anheizen, 500 Stunden gemeinnützigen Sozialdienst. A propos sozial: Dass man Jugendhäuser nicht ungestraft schließt, davon konnte man sich unlängst in Kopenhagen überzeugen, wo dänische Jugendliche unter deutscher Anleitung eindrucksvoll unter Beweis stellten, dass man sich auch für den Erhalt sozialer Einrichtungen mit der Polizei prügeln kann. Wo sind diese Autonomen eigentlich immer, wenn faschistoide Dresdner Fans ihre eigenen Spieler verprügeln wollen? Es geht eben nichts über ein korrektes Feindbild. Rapper gegen Rapper, deutsche Autonome pro Erhalt dänischer Jugendhäuser und Hooligans contra ihre eigene Mannschaft. Nur in einem Punkt sind sich alle einig: Der Eisbär muss überleben! Der Beweis: Wenn man in den letzten vier Wochen ALLE öffentlich-rechtlichen Kanäle langsam durchzappte, bekam man IMMER einen Eisbären zu sehen. Der Eisbär als omnipräsenter TV-Star steht neuerdings als Symbol für ein neues Umweltbewusstsein! Früher brauchte man dafür die Grünen... In einem privaten Gespräch am Rande des letzten Parteitags der Grünen soll Gerüchten zufolge Reinhard Bütikofer "Ich möchte ein Eisbär sein" als neue Parteihymne gefordert haben, im Grunde fehlen ihm dazu nur ein festeres Gebiss und die weiße Farbe. Dabei gäbe es noch viele andere mögliche Opfer als nur den Eisbären: So würde unter anderem auch der gemeine Schabracken-Tapir beim Ansteigen der Meeresspiegel ersaufen. Und rund achtzig Millionen Chinesen... Was die nun auch geschnallt haben und anfangen darüber nachzudenken, was eigentlich an sauberer Luft so schlecht sein soll. Zwar sind Zwangsumsiedlungen in China an der Tagesordnung und Städte mit nur einer Million Einwohner zählt man im Reich der Mitte als Dorf aber letzten Endes wollen doch nicht alle Chinesen am Fuße des Himalayas vom Fischfang leben... Sogar die Amis sind mittlerweile soweit, dass sie ihre eigenen Unwetterkatastrophen nicht mehr leiden mögen und machen auf gesteigertes Umweltbewusstsein. Da wird aus dem Terminator Conan ein Rainbow Warrior, ein Beinahe-Präsident verbreitet eine einzige unangenehme Wahrheit von hundert möglichen und bekommt dafür den Oscar. Entgegen aller Gerüchte hatte der übrigens nicht die Gestalt eines Eisbären... Und sogar Fehl-Wahrnehmer George Bush glaubt die Zeichen der Zeit erkannt zu haben. Er fordert höhere Militärausgaben, um den Kampf für den Umweltschutz endlich beginnen zu können. Wenn ihm jetzt noch jemand erklärt, wo er die Truppen hinschicken muss, um die Tornados aufzuhalten, dann kann Verheugen auch weiterhin getrost den Anteil deutscher PKWs am Gesamtausstoß von CO2 verharmlosen. Wie man hört, ist BMW schon der Sponsor seines Nudistencamps...

A propos Gewalt verherrlichend. Am 17. Mai hat die ARD eventuell Grund zum Feiern. Denn dann könnte es ihnen gelungen sein, ein ganzes Jahr lang jeden Abend einen Film zu senden, der ohne Darstellung von Gewalt auskommt: Der Tagesthemenströmungsfilm. Und wenn seine Protagonisten nicht Nadine Kleinert sondern Sven Plöger oder gar Jörg Kachelmann heißen, bleiben diese Filmbeiträge auch bar jeder Grazie und Erotik...

Ralph Buchbender
 

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