copyright discover koeln, 2002 werbung
discover - musik & mehr
  CD-Reviews Interviews Stories News Touren Bücher und Comics Sound & Video Bandlinks, Labellinks, Surftipps Die aktuellen MP3- und Videocharts  
Finden
 

Mr. Undercover
Werbung ist wie Teflon

Lieblingstouren

anzeige
anzeige
 
  Story ::: Motörhead
Review

12.12.2006, München - Zenith

Dezember 2006

30 Jahre und kein bisschen leise

Alle Jahre wieder verschlägt es Motörhead um die Weihnachtszeit nach München. Dieses Mal treten die Herren Lemmy und Co. im Zenith auf - und das platzt aus allen Nähten. Unter dichten Rauschwaden tummelt sich skurril gemischtes Volk, dem Anlass entsprechend größenteils authentisch asselig. Vom BWL-Studenten (der nicht unbedingt wie einer aussieht) bis zum Motorrad-Rocker (der definitiv wie einer aussieht) ist alles da. Aber ganz gleich, welcher Subkultur man angehört: Menschen mit weggegrätschten Gesichtszügen sind heute klar im Vorteil.

Motörhead - 12.12.2006, München - Zenith Weitere Inhalte zu Motörhead

Sound & Video
Inferno (30th Aniversary Edition) (CD)
Hammered (CD)
Overnight Sensation (CD)
Everything Louder Than Everyone Else (CD)
We Are Motörhead (CD)
Aces - The Best Of Motörhead (CD)
Sacrifice (CD)
Letzte News ::: 10.07.2008
Bandpage
 
Frontwarze Lemmy knarzt bereits um 21.30 Uhr das allseits bekannte "We are Motörhead an we play Rock'n'Roll" ins Mikro und ab geht's. Es folgt 90 Minuten lang gut abgehangener Arschtritt-Rock in vertrauten Darreichungsformen wie "Stay Clean", "Metropolis", "Over The Top", "No Class", "Killed By Death" oder "Iron Fist". Große Überraschungen gibt's keine, aber die will heute auch niemand sehen, geschweige denn hören. Wie günstig, dass die neueren Stücke der letzten Alben "Inferno" und "Kiss Of Death" in den Backkatlog des Trios passen wie die Faust aufs Auge. Darf man nach rund 30 Jahren Band-Existenz von Rock'n'Roll-Routine sprechen? Egal, denn Motörhead machen immer wieder Spaß. Der Münchener Mob geht entsprechend gut ab und auch Lemmy hat trotz seiner 60 plus schon schlechtere Tage gesehen. Mit einer wie immer ordentlich Whisky-geölten Reibeisenstimme steht das R'n'R-Urviech breitbeinig und mit einem unnachahmlichen Nackenneigungswinkel hinterm Mikro.

Gitarren-Sidekick Phil Campbell, natürlich bewollmützt und mit festgetackerter Kippe im Mundwinkel, feuert dazu ein Riff nach dem anderen ab. Und Schlagzeuger Mikkey Dee drischt wie besessen auf sein Kit ein. Gegen den Typen wirkt "The Animal" von der Muppets-Show wie eine Schnecke auf Valium. Klare Sache: Hier steht eine Einheit auffem Platz, für die "kontrollierte Offensive" ein Schimpfwort ist. Nackengas zählt - und sonst gar nix ist.

Die Light-Show ist total old-school und könnte so auch schon bei "Rockpop In concert" anno 1983 im Einsatz gewesen sein. Die Show-Elemente beschränken sich zudem auf überdimensionale "Motörhead England"-Wimpel sowie eine knapp bekleidete Dame, die ein, zwei Stücke lang um Lemmy herumschlawenzeln darf. That's it: Wo Motörhead draufsteht, ist Motörhead drin. Schlicht, direkt, räudig.

Zum Finale gibt es den "Whorehouse Blues" mit Akustikgitarre und natürlich "Ace Of Spades". Auch wenn Motörhead nicht mehr die lauteste Band der Welt sind, haben sie doch einmal mehr bewiesen, dass Rock'n'Roll jung halten kann. Oder mit Mr. Kilmisters Worten gesprochen: "Good music save your soul". Danke für die Rettung, Lemmy - du bist und bleibst der Albtraum aller (Schwieger-)Mütter.

Joachim Brysch


  Motörhead bei ebay

 

CD-Reviews

DVD-Reviews

News

Tourtips

zurück | nach oben

Anzeige: Tank leer? Dann jetzt Shell Gutschein gewinnen!

 

Homepage    CDs    Interviews    Stories    News    Touren    Gedrucktes    Sound & Video    Links    Charts   
Impressum    Mediadaten    Sitemap   

Copyright © discover, Bergisch Gladbach 2007