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  Story ::: dEUS
Review

10.11.2005, Köln - Live Music Hall

November 2005

No worst case scenario

dEUS & Sons and Daughters live

Oh Mann, da freut man sich Wochen vorher Löcher in den Bauch, dass - nach einer ausgedehnten Auszeit von sechs langen Jahren - dEUS in Köln spielen und das auch noch im wunderbaren Bürgerhaus Stollwerck. Doch schon bald die Ernüchterung: das Konzert wird verlegt in die Live Music Hall. Nun gut…

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Wenn man bedenkt, dass dEUS es erst vor kurzem geschafft haben mit "Pocket Revolution" den Nachfolger zum '99er Meisterwerk "The Ideal Crash" zu veröffentlichen, kann man eventuell nachvollziehen, dass man sich seitens des Veranstalters gefragt haben muss: Sind da draußen noch Menschen, die sich für die erste belgische Indie-Band, die je bei einem Major unter Vertrag kam, interessieren?

Diese Frage konnte man schon vor dem Konzert getrost mit einem "Ja" beantworten. Denn bereits im Vorfeld war die knapp 1.500 Leute fassende LMH ausverkauft. Dies mag womöglich auch daran gelegen haben, dass man netterweise die Gelegenheit geboten bekam, als Support-Act das schottische Quartett Sons And Daughters [klick] zu begutachten. Diese hatten ihre 2004er EP "Love The Cup" und ihr vielbeachtetes, im Juni diesen Jahres über Domino veröffentlichtes Debüt-Album "The Repulsion Box" im Gepäck. Damit bestens ausgestattet und überhaupt nicht "widerwillig", spielten sie ein gelungenes Set und zeigten sich als talentierte, stilvolle, gutaussehende Jung-Band, deren Zusammenspiel man wohl ganz gut als folk-beeinflusste Indie-Gitarrenmusik bezeichnen könnte. Ein Großteil der Zuschauer war dann aber doch wegen der Hauptattraktion gekommen, weswegen der Funke nicht so richtig überspringen wollte. Trotzdem kann man sich nun wirklich Schlimmeres vorstellen, um auf den Hauptact zu warten. Mit dem es dann nach knapp 30 Minuten - in denen es nur so gerade möglich war, ein Bier zu ergattern - weiterging.

Als die Band kaum merkbar die Bühne betritt, ist diese zunächst noch verdunkelt und in Nebel gehüllt. Doch irgendwie ist es schlagartig still in der Halle. Plötzlich beginnt die Musik ("Pocket Revolution") und es werden vier nebeneinander stehende Gestalten sichtbar. Jede wird einzeln von einem Strahler beleuchtet, sodass nur die Umrisse der Personen zu erkennen sind. Von diesem Punkt an ist klar, dass man sich hier eindeutig auch zur visuellen, lightshow-technischen Gestaltung des Abends Gedanken gemacht hat. Und zwar die richtigen, denn die unterschiedlichen Stimmungen der Songs werden dadurch bestens unterstützt. Dies kurz und knapp zum Licht, wieder zurück zur Musik. Tom Barman und seine Mannen sind ja hauptsächlich unterwegs, um das neue Album (welches sich den Weg in die Herzen der Fans wohl erst noch ein wenig ebnen muss, aber meiner Meinung nach mit jedem Mal Hören weiter wächst) zu präsentieren. Von dem bekam man dann dementsprechend auch fast alle Stücke zu hören. Aber dEUS haben da ja noch drei (rechnet man das Greatest-Hits nicht dazu) großartige Alben in ihrem Back-Katalog. Und aus diesem wurde sich an diesem Abend genauso ordentlich bedient. Um nur ein paar Beispiele zu nennen: "Instant Street", "W.C.S. (First Draft)", "Little Arithmetics" und - für mich auf jeden Fall überraschend - "Suds & Soda". Was die Ergänzung durch ältere Stücke angeht, werden einige mit Sicherheit den ein oder anderen Song vermisst haben ("Sister Dew", "Disappointed In The Sun", "Hotellounge"...), doch ließ sich das wirklich vermeiden?

Ich bin mir nicht 100-prozentig sicher, aber so ungefähr müsste die Setlist ausgesehen haben (für zum zu-Hause-Nachempfinden):

Pocket Revolution
Magdalena
Cold Sun Of Circumstance
Instant Street
Fell Off The Floor, Man
Start Stop Nature
The Real Sugar
W.C.S. (First Draft)
If You Don't Get What You Want
Theme From Turnpike
Nightshopping
For The Roses
Sun Ra
Nothing Really Ends
Via
Serpentine
Bad Timing

Zugaben:
Little Arithmetics
What We Talk About (When We Talk About Love)
Suds & Soda

Ich denke, die Liste spricht für sich. Bleibt mir jetzt zum Schluss nur noch zu sagen, dass ich mich wirklich glücklich schätze, bei diesem großartigen Konzert dabei gewesen zu sein.

Frank Nagel


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