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  Story ::: James Brown
Review

13.07.2004, Bonn - Museumsplatz

Juli 2004

"Godfather Of Soul", "Mr. Dynamite", " Soul Brother Number One", "Hardest Working Man In Show Business", "Soul General", "His Bad Self", "Sex Machine", "The Amazing Mr. Please Please Please" und "Minister Of The New New Super Heavy Funk" (!) sind einige von vielen Namen, die James Joe Brown jr. Ben Bart in seiner bald ein halbes Jahrhundert währenden Karriere verliehen bekam. Auch an diesem Abend unter dem Zeltdach des Bonner Museumsplatzes genoss es James Brown sichtlich, wenn seine Band ihn zwischen den Songs mit der einen oder andere Titulierung in den Himmel lobte. Durchaus passend für einen stolzen Mann in seinen Siebzigern, der gemeinhin als "der vielleicht einflussreichste afroamerikanische Musiker in der Geschichte der populären Musik" bezeichnet wird.

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Und obwohl unter seinem violetten Jackett Hosenträger zum Vorschein kamen, sollte er die 2.500 Zuschauer und Hörer nicht enttäuschen. Ein schweißtreibendes, gnadenlos energetisches Spektakel, wie es etwa auf dem essentiellem 1963er Album "Live At The Apollo" nachzuhören ist, hatte kaum einer erwartet. Stattdessen gab es eine routinierte, perfekt inszenierte Live-Show, die sich auf bewährte Hits wie "Living In America","It‘s A Man‘s, Man‘s, Man‘s World", "I Feel Good", "Sex Machine" oder "Gonna Have A Funky Good Time (Doing It To Death)" aufbaute. Flotte Spagate und wilde Schreie hat James Brown seit Jahren nicht mehr im Programm. Doch auch elegantes Tänzeln und die Arbeit am Mikrophon können einem einiges abverlangen. Dann begab sich der Meister hinter die Orgel und überließ das Podium den drei Background-Sängerinnen und der zehnköpfigen Band, die es ihm mit messerscharfem Funk und gefühlvoll groovendem Soul dankten.

Nach gut eineinhalb Stunden erkundete sich James Brown ein letztes Mal nach dem Wohlbefinden der sich vor ihm verhalten bewegenden Masse: Everybody feel good? Danach ging das erschöpfte Energiebündel von der Bühne. Weder tosender Beifall, noch Zugaberufe, noch Pfiffe konnten es überzeugen, noch einmal zurückzukommen. Brown erholte sich vermutlich längst im legendären goldenen Mantel gehüllt, den er noch keine Stunde zuvor symbolträchtig verweigert hatte.

Christof Herrmann


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