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  Story ::: Bob Dylan
Review

29.06.2004, Bonn - Museumsplatz

Juli 2004

So früh hatte ihn kaum einer erwartet. Wenige Minuten nach 20:00 Uhr betrat Bob Dylan im schwarzen Anzug und mit dunklem Hut auf dem Kopf die Bühne des Bonner Museumsplatzes. Es folgten die beiden Gitarristen Larry Campbell und Stu Kimball, Bassist Tony Garnier und Schlagzeuger George Recile. Links außen, den Blick nicht ins Publikum, sondern zu seiner Band gewandt, dabei oft lächelnd, sollte Dylan die nächsten beiden Stunden am E-Piano verbringen.

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Den Auftakt machte eine kurze Fassung von "Rainy Day Women #12 & 35" aus dem 1966 erschienenen Album "Blonde On Blonde" (seinem siebten von heute 43). Bereits zu diesem Zeitpunkt war abzusehen, dass dieser laue Sommerabend zur allgemeinen Zufriedenheit ausfallen würde. Schließlich gerieten die meisten der etwa 6.500 Zuschauer allein deswegen in Verzückung, dass sie den 63-jährigen Singer/Songwriter endlich/wieder einmal live und wahrhaftig erleben durften. Anfängliche Soundprobleme – die Rhythmusinstrumente waren kaum zu vernehmen – konnten die Freude schon gar nicht trüben.

Es folgten mit "The Times They Are A-Changin'", dem bluesrockigen "Lonesome Day Blues" und "Under The Red Sky" Stücke, die der Meister nicht alle Tage zum Besten gibt. Auf "It's Alright, Ma (I'm Only Bleeding)" und "Love Minus Zero/No Limit" im Anschluss, sowie später "I Don't Believe You (She Acts Like We Never Have Met)" hätte man hingegen verzichten können, klangen diese doch derart lustlos heruntergespielt, dass man sie nur anhand der Texte auseinander halten konnte. Dafür gab es dazwischen wieder eine Menge erquickliches zu hören: Das schön rollende "Tweedle Dee & Tweedle Dum", eine großartige Version vom The Band-Klassiker "This Wheel's On Fire", das spannend instrumentierte, mit Dissonanzen spielende "Floater (Too Much To Ask)" und das dunkle "Masters Of War".

Als Bob Dylan und seine vier Begleiter nach dem vierzehnten Stück – dem flotten, fröhlichen "Summer Days" – die Bühne verließen, blickte man trotz tosendem Applaus noch in das eine oder andere erwartungsvolle Gesicht. Auch jene lächelten wenig später selig vor sich hin. Dylan & Co kamen zurück auf die Bühne, um drei weitere Stücke zu spielen, die zu den besten des Abends zählen sollten: Eine zu Herzen gehende akustische Fassung von "Don't Think Twice, It's All Right", das unverwüstliche "Like A Rolling Stone" mit wunderschöner Steelgitarre von Larry Campbell und dem elektrischen Finale Grande "All Along The Watchtower".

Christof Herrmann


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