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  Story ::: Laika
Review

02.02.2004, Köln - Gebäude 9

Februar 2004

Alles fließt und doch steht alles still. Ist so etwas möglich?

Laika - 02.02.2004, Köln - Gebäude 9 Weitere Inhalte zu Laika

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Sound Of The Satellites (CD)
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Man betritt den Barraum im Gebäude 9 und die Anzahl der bereits anwesenden Personen flüstert einem: "intimes Konzert". Für manchen mag das euphemistisch klingen, doch solche Abende können sich gelegentlich als stressfreier herausstellen. Es mögen hundert Leute gewesen sein, die sich frei vor der Bühne verteilten, welche da einzig und allein durch Lichterketten erleuchtet wurde; dieses jedoch nur diffus und punktuell. Wie passend…
Noch nie sah ich Laika live in concert, doch dieser obskure Begriff "TripHop" spukte mir aus irgendwelchen Gründen ständig in Kopfes Hinterland. Doch ich war bereit, diesen Begriff einzutauschen, umzudrehen oder gar zu verwerfen.
Margaret Fiedler und Guy Fixsen sind visuell stille und fast schon schüchterne Erscheinungen. Er spricht nie, sie haucht ihre Ansagen ins Mikrofon. Statisch agieren sie auf den Brettern.
Dann: Ihre Musik. Tiefe, dubbige Basslines treffen auf perkussiv unheimlich interessante Arrangements. Es sind vor allem die fast schon semi-akustischen Beats, die mir selbst jetzt, während ich hier schreibe, noch im Gedächtnis bleiben.
Der Aggregatszustand dieses Konzerts verflüssigt sich ganz deutlich. Scheinbar werden Breakbeats, Downbeats, technoides und, ah, da ist es wieder, dieses Wort, "TripHop" durch einen trägen Impetus gejagt und fließen unbeirrt ins Mischgewässer Electronic. Ihre Stimme ist glasklar, transparent, niemals wuchtig. Deepe Synthie-Sounds schimmern hindurch bis zur Oberfläche und eine noisige, elektrisierende Gitarre versetzt den Fluss in etwaige Unruhe. Die Atmosphäre ist wolkenverhangen und von einer ambienten Dunkelheit.

Trotz der vier vorherigen Alben, fällt mir auf, dass vor allem die neuen Tracks einen Tick lauter daherkommen, besser funktionieren: das unwiderstehliche "Barefoot Blues", "Fish For Nails", hier erreicht das Konzert seinen Peak.
Leute bewegen sich jetzt unbeobachtet.
Gen Ende beweisen Laika smarten Humor. Als dritte und letzte Zugabe kokettieren sie etwas mit dem Image als "maybe unsexy Knöpfchendreher" und kochen aus den Hund-Katze-Maus Soundtasten (Kindheits-Dèjá-Vu inklusive) eine wirre Soundsuppe nebst Beat. Ich erinnere mich an den Auftritt von Schlammpeitziger, einige Monate vorher, selber Ort, selbe Wirkung.
Lächelnd verlassen Laika die Bühne des Gebäude 9. Der Eindruck bleibt.
Und Ich?
Ich stampfe, zurück im Barraum, immer noch mit dem Fuß. Alles floss.

Großen Dank an Andrea Heil.

Banhart Yorck


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