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  Story ::: Subway To Sally
Review

Fopp den Dämon - oder besser, reite auf ihm, und sag dem Teufel in dir "Guten Tag"!!

vor 2001

Ihnen eilt der Ruf als eine der besten Livebands hierzulande voraus. Dieser Ruf und ihre CD "Foppt Den Dämon" haben nicht zuviel versprochen, denn Subway To Sally sind ein ganz besonderes Erlebnis, wie man live immer wieder sehen und hören kann. Die bisher eher selten gehörte Mischung aus Folk und Metal (Skyclad ist da z.B. artverwandt) ist das Thema der sieben Musiker aus den neuen Bundesländern, und mit ihrer direkten Art verwandeln sie jeden Club in denkbar kurzer Zeit in einen brodelnden Hexenkessel. Und wer nun hier wen reitet, foppt oder Guten Tag sagt, ist nicht so ganz klar... ...Irgendwie ist das so eine Art Massenhysterie, und laut glaubhaften Zeugenaussagen geht es bei Konzerten dieser manischen Party-sanen eigentlich immer recht hoch her.
Eric Fish, der charismatische Sänger, Dudelsackbläser, Flötist und reinkarnierter Wikinger der herzhaft innovationsfreudigen Abgeh-Truppe, hatte bei dem Konzert der Berliner, weit im Westen unserer Republik - in Wuppertal, eigentlich mit einem eher miserabel besuchten Abend gerechnet. Die für einen Donnerstag reichlichen ca. 200 Besucher und Beteiligten sollten ihn allerdings eines Besseren belehren. Während des nicht ganz zweistündigen Konzertes zeigten sich Subway To Sally dann auch in beinahe gieriger Spiellaune und boten schnelle und heftige Musik zum Anfassen, Tanzen und Mitmachen. Die Ohrwürmer der Gruppe hatten Volksfestcharakter und Polka, quer durch den Raum, keltische Kreistänze und das Mitsingen aus vollem Halse brachten Zuschauer und Musiker schnell in die richtige Stimmung.

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Interview ::: Juni 2003
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Mit zwei E-Gitarren, E-Baß, Schlagzeug, akustischer Gitarre, Violine, Schalmei, Flöten und dem tanzbar gespielten Dudelsack mischten sie klassische Zitate, Moritaten und Balladen über einem knackig-rasanten Gerüst aus Folk, Punk und Metal. Die explosive Mixtur eignete sich allerdings nicht nur ganz hervorragend zum Tanzen oder Pogen, auch textlich war Eric Fish immer interessant und für jede Menge Überraschungen gut. Seine vom leichten Pathos geprägte Stimme erzählte, sang und brüllte von Mord, Überfall, Tod, Revolution oder von der Liebe. Glaubhaft morbid bewegte er sich dabei immer in der Tradition fahrender Sänger und altdeutscher Volksmusik, unterhielt sich aber auch mit den Zuschauern und trieb mit einem wüsten Frage- und Antwortspiel das phantastische Publikum zu erstaunlichen, eher unzivilisierten und nicht ganz stubenreinen Äußerungen: Schneid ihm die Eier ab!! (Das waren die Mädels, und gänzlich selbstvergessen konnte man da auch den ein oder anderen Baß-Ton ausmachen.).
Subway To Sally haben ihrem Ruf alle Ehre gemacht, den Abend zu einer feuchtfröhlichen Party jenseits aller Stil-Verbohrtheit musikalischer Puristen werden lassen und der Rock- und Popmusikszene einen Weg aus der Einfallslosigkeit gewiesen. Denn ihre eigenwillige Art Bekanntes auf unbekannte Weise zu mischen, zeigt einen möglichen Trend für eine Erneuerung der ins Stocken geratenen Entwicklung. Daß sie dabei auf der Bühne auch eine gute Figur machen und reichlich fürs Auge bieten, ist sicher auch ihrer voll integrierten Technikcrew (Ton und Licht) zu verdanken und macht ihr Publikum zu fanatischen Wiederholungstätern.
Schade nur, daß die Decke im Wuppertaler LCB so niedrig war, da mußten wir dann leider auf die spektakuläre Feuerspuckerei verzichten. Aber beim nächstenmal gucken wir uns das an - und dann nehmen wir auch trockene Klamotten mit. Ganz eindeutig, Subway To Sally sind schweißtreibend, zwingend tanzbar und so ohrwurmlastig, daß man selbst nach Tagen noch ein paar Strophen zusammenbringt.
Wenn das nicht für eine goldene Zukunft taugt, dann will ich demnächst Pius genannt werden und nur noch für die Musik beten. Extraklasse! Hingehen! Angucken!

Dirk Jessewitsch


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