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  Interview ::: Pro-Pain
Review

Alles in Deckung

August 2003

Schrecklich still war es in den letzten zwei Jahren um Amerikas Aushängeschild in Sachen Prügel-Core. "Shreds Of Dignity" ging trotz seiner Klasse in der Veröffentlichungsflut unter und die Full Of Hate–Festivals sahen das Quartett an früher Position in der Running-Order. "Run For Cover", das treffend betitelte Coveralbum, soll's nun richten. Gary Meskil gab am Telefon Auskunft.

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?: Mit "Run For Cover" hat wirklich keiner gerechnet. Warum ein Album ausschließlich mit Coversongs?
!: Wir hatten das Konzept seit Jahren im Kopf und die Fans fragten immer wieder nach Coversongs. Wir haben das nie gemacht, mal abgesehen von dem Crumsuckers-Stück, das wir vor Jahren im Programm hatten. Und jetzt hatten wir einfach Lust darauf es wirklich zu tun. Nach elf Jahren und sieben Studio-Alben ist momentan die richtige Zeit dazu.
?: Nachdem Bands wie die Ramones, Iced Earth, Six Feet Under und Overkill ebenfalls mit Coveralben an den Start gegangen sind?
!: Es gibt immer Platz für ein weiteres cooles Album. Für die Fans ist es doch toll zu sehen, welche Einflüsse ihre Lieblingsband hat. Außerdem hoffen wir dadurch auch ein paar neue Fans zu gewinnen und alte Fans wieder zu begeistern, die in der letzten Zeit etwas älter und träger geworden sind und Pro-Pain vielleicht nicht mehr verfolgt haben. Warum also nicht? Die Idee wird nicht schlechter, nur weil andere sie auch hatten.
?: Es war also nicht fehlendes eigenes Material, das den Ausschlag gab?
!: Überhaupt nicht. Viel eher wollten wir zeigen, dass wir aus dem eigenen Sound, der sich über die Jahre etabliert hat, ausbrechen können und eigentlich viel mehr können. Bis dato haben wir uns nicht getraut, da nachher Leute behaupten, wir hätten uns verkauft, nur weil etwas melodischer Gesang auf der Scheibe ist, wie eben jetzt auf "Run For Cover". Wenn den Leuten das gefällt, wird Eric Klinger (Gitarre) auch auf dem nächsten Album mehr singen.
?: Ihr wollt also die Fans auf einige Änderungen in der Zukunft vorbereiten...
!: In gewisser Weise. Ich wollte Klinger schon lange als zweiten Sänger etablieren, ohne dass jeder sagt "Pro-Pain werden jetzt Nu Metal". Der Übergang zwischen den Studio-Alben wird so weniger hart.
?: Das nächste Werk ist also bereits in der Mache?
!: Es ist sogar schon einiges aufgenommen. Für zwölf neue Stücke ist die Musik auf Band, allerdings ohne Texte oder Gesang. Wir planen den Release für Frühjahr 2004.
?: Wie du schon angedeutet hast, wird also es nicht weiter in die Highspeed-Richtung à la "Gone Fishing" vom letzten Album gehen?
!: Richtig, wir nehmen Geschwindigkeit raus. "Shreds Of Dignity" war unser "Thrash-Metal"-Album, für das nächste haben wir die Bremsen angezogen. Aber natürlich wird die Scheibe trotzdem sehr heavy, in Richtung "Act Of God" oder "Contents Under Pressure". Und diesmal hat jeder dazu beigetragen, Tom (Klimchuck, Gitarre - Anm.d.Verf) natürlich, aber auch Eric Klinger hat viel geschrieben. Es klingt alles großartig. Ich bin schon gespannt, wie alles mit Gesang wirkt.
?: Warum denkst du ist "Shreds Of Dignity" nicht so wahrgenommen worden, wie frühere Alben?
!: Pro-Pain muss mittlerweile sehr drastische Veränderungen eingehen, um wahrgenommen zu werden. Man kennt unseren Stil. Das ist wie bei Slayer. Jeder weiß, was er an Musik zu erwarten hat, und neue Fans kommen kaum dazu. Das soll "Run For Cover" ändern. Einerseits um neue Fans für Pro-Pain zu interessieren, anderseits, um die bisherigen auf die eine oder andere Veränderung vorzubereiten.
?: Deshalb auch Songs von Hardcore-, Punk und Metal-Bands als Vorlage? Damit verschiedene Lager angesprochen werden?
!: Ach, wir haben einfach aufgenommen, worauf wir Lust hatten. Songs der Bands von Freunden, von unseren Ex-Bands, oder Stücke, die wir immer geliebt haben. Jeder Pro-Pain Fan wird die Bands auch mögen, da sich unser Sound aus diesen Einflüssen zusammen setzt. Discharge, Sepultura... Eine Gruppe wie Negative Approach kennt zwar vielleicht kaum jemand, aber sie haben uns sicherlich beeinflusst.
?: Warum habt ihr dann nicht den Versuch gewagt, die Werke im Pro-Pain Stil zu interpretieren? Songs wie "Weeds" (Life Of Agony) oder "The Crowd" (Operation Ivy), und speziell "Refuse/Resist" (Sepultura) hören sich fast original an.
!: Ja, "Refuse/Resist" haben wir einfach von "Chaos A.D." geklaut und auf unsere Scheibe mit drauf gepresst (lacht). Aber im Ernst, es war eine schwierige Entscheidung, ob wir etwas neues aus den Vorlagen fertigen, oder die Stücke auf ihre Art würdigen. Das Album ist eine Hommage an die Künstler und die Songs sind so gut, dass sie nicht geändert werden müssen. Natürlich haben wir bei einigen Tracks aber auch viel umgearbeitet, "Damaged" (Black Flag) klingt z.B. wie ein Pro-Pain Song von "Act Of God".
?: Werdet ihr live auch Coversongs aus dem Hut zaubern?
!: Witzigerweise sind wir sogar von den Böhsen Onkelz (mit denen sich Pro-Pain zum Interview-Zeitpunkt auf Festival-Tour befanden) aufgefordert worden, "Terpentin" zu spielen.
?: Die Onkelz-Fans werden euch dafür lieben, eure alten Hardcore-Anhänger wohl weniger.
!: Das stimmt. Aber wir haben eine jahrelange Freundschaft zu den Onkelz. Wir kennen sie als wirklich absolut nette und hilfsbereite Menschen, die wir sehr schätzen. Und nur, weil ein paar unserer Fans die Onkelz nicht mögen, ist das für uns kein Grund, unsere Freundschaft zu ihnen zu verleugnen, oder ihre Hilfe nicht anzunehmen, wie eben jetzt die Festivals. Klar kann das nach hinten losgehen, und alle hassen uns dafür, aber wir sind immer Wagnisse eingegangen und haben getan, was wir wollten. Wir machen uns da eigentlich keine Sorgen.
?: Welche Songs haben es im Endeffekt nicht auf "Run For Cover" geschafft?
!: Eigentlich haben wir die Stücke aufgenommen, die uns im Kopf rumgeisterten. Nur ein Ramones-Song fehlt definitiv. Aber durch die gelungenen Versionen von "The Crowd" und "Terpentin" bin ich eigentlich komplett zufrieden.

Thorsten Wilms


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