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  Interview ::: Lamb
Review

Das Netz? Es bringt die Power in die Rechner eines jeden Individuums...

Juni 2002

Ein ausgesprochen schöner, sonniger Morgen. Es ist 11.00 Uhr und ich bin auf dem Fahrrad unterwegs durch die Kölner Stadt, um zu meinem Interview-Termin mit Lamb zu kommen. Unten am Rhein, mit dem Lauf des Wassers fahrend, scheint alles von Geschwindigkeit erfasst zu sein. Selbst die Touristen, die auf der Promenade entlanggehen, bewegen sich scheinbar schneller als sonst. Ich gebe Gas und komme prompt zu früh am edlen "Hoppers", einem relativ neuen Hotel in Köln an. Es liegt in der nähe der Musikhochschule, ist ein altes Krankenhaus oder etwas ähnliches gewesen und macht, mit seinem inzwischen zu einem Café der "Spitz Kette" ausgebauten Erdgeschoss und Innenhof den Eindruck einer alten Burg. Wie schon gesagt, ich bin zu früh. Ich setze mich also, die Sonne genießend in den Innenhof und bestelle einen Milchkaffee. Während ich da sitze und diesen genieße, schweift mein Blick über die Fassade des Gebäudes. Jedes Zimmer scheint anders zu sein, manche haben einen kleinen Balkon, andere sogar eine richtige kleine Dachterrasse und wieder andere nur zwei große Flügeltüren und davor ein Gitter. An so einer geöffneten Flügeltür erblicke ich Andy Barlow, der mit geschlossenen Augen und den Kopf der Sonne zugewandt da sitzt. Aus dem Raum hinter ihm erklingen die Sounds des neuen Albums. Von einem anderen Fenster her hört man ein Baby weinen und ein Kleinkind, das auf Englisch Fragen stellt. Mein Milchkaffee ist leer und die Frau von Mercury hat sich inzwischen zu mir gesellt. Wir gehen in das extra für die Interviews angemietete Zimmer - mit Dachterrasse. Von dieser hat man einen Blick über den gesamten Innenhof und auf der gegenüberliegenden Seite des Gebäudes auf einen gläsernen Außenfahrstuhl. In diesem erscheint Andy, fährt damit hinunter zum Empfang und winkt dabei zu uns herüber. Als er bei uns ankommt und mir gerade die Hand reicht, dringt ein lautes protestartiges Kindergeschrei zu uns herüber und kurze Zeit später ist auch Louis Rhodes bei uns. Sie trägt noch klar die Spuren des Schlafes im Gesicht - sprich, man kann noc die Falten des Bettlakens sehen, auf dem ihr hübsches Gesicht gelegen haben muss. Sie entschuldigt sich für ihre Verspätung mit Hinweis auf eine unruhige Nacht, was verständlich ist, denn immerhin ist sie vor gerade mal sechs Wochen zum zweiten Mal Mutter geworden. Wir setzen uns draußen auf der Terrasse zusammen, trinken Tee und genießen erst einmal die Sonne, während ich ein wenig umständlich meinen MD-Player aufbaue und dabei zum besten gebe, dass ich eigentlich gar nicht so gerne Interviews führe, weil ich den Leuten so gern zuhöre statt Fragen zu stellen. Vielleicht ein etwas blöder Einstieg in ein Interview, geht mir in diesem Augenblick durch den Kopf, also rette ich mich, indem ich schnell mit der ersten Frage einsteige.

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Sound & Video
What Sound (CD)
Story ::: Dezember 2003
Bandpage
 
?: Das erste Mal etwas über euch gehört habe ich vor etwa fünf Jahren, als wir einen Bericht über "Die TripHop Generation" brachten. Damals stellten wir drei Bands vor, Hooverphonic, Sneaker Pimps und euch. Seitdem ist eine Weile vergangen, Hooverphonic haben inzwischen eine neue Sängerin und ihren Stil geändert, die Sneaker Pimps haben sich von ihrer Sängerin getrennt und ein Album gemacht, das auch anders klingt und ihr seid mit einem zweiten Album rausgekommen, das ebenfalls komplett anders war als euer erstes. Jetzt habe ich hier eine Vorab-CD von euch, auf der ihr wieder weitaus mehr wie auf dem ersten Album klingt. Gibt es einen Grund, der euch zurück zu einem Stil bringt, der eher in den Mainstream führt?
Louis: Wenn du den Sampler hörst, das sind sechs Tracks vom ganzen Album und es sind mit Sicherheit die kommerziellsten. Es ist schwer, dadurch einen Überblick des ganzen Albums zu bekommen, aber was du sagtest – zurückgehen zum ersten Album – ich denke das ist absolut richtig. Das war allerdings nicht so geplant. Erst während der Arbeit an dem Album haben wir realisiert, dass wir zurückgingen zu der Art von Purheit des Debüts, und dass wir uns mit dem zweiten davon wirklich entfernt hatten.
Andy: Ich denke, "Fear Of Fours" (2. Album, Anm. d. A.) war sehr harte Arbeit. So, als wollten wir ein Quadrat in ein rundes Loch stecken, so jedenfalls hat es sich angefühlt. Ich denke, weil wir bereits zwei Alben gemacht haben, kann man die Verbindungen sehen. Mit dem ersten waren wir wir selbst und mit dem zweiten haben wir ein wenig zu hart daran gearbeitet, eben das nicht zu sein. Ich glaube, mit Abstand betrachtet war "Fear Of Fours" so etwas wie das Resultat daraus, was wir mit dem Projekt Lamb anstellten. Wir haben nicht daran gearbeitet, es hat sich selbst geschrieben, weil wir uns zu sehr von anderen beeinflussen ließen. Dadurch hatte es keinen Fluss. Bei "What Sound" hatten wir keine "lass uns das so und so machen". Es gab keine Pläne oder Plattformen vorher. Wir wollten es nur nicht so stilisiert wie "Fear Of Fours". Ich sehe "Fear Of Fours" so, als würden da viele kleine Tiere herumrennen, die den Körper tragen, wohingegen es bei "What Sound" eher wie eine einzige Kreatur ist. Wir sind inzwischen sehr erprobt mit unseren Unterschieden und schließen diese mehr ein. Es kommt mehr aus dem Bauch.
Louis: Es kommt vom Herzen. Ich hatte gerade einen Gedanken, als du sagtest, dass "Fear Of Fours" so reaktiv sei. Wir hatten eine sichere Grundlage mit unserem ersten Album geschaffen. Aber dann wurden wir überfüttert von Leuten, die sagten: "Oh, ihr seid TripHop" und "Ach, das ist Drum'n'Bass". Andere sagten, wir seien dieses und andere wir seien jenes und so war "Fear Of Fours" so etwas wie die Reaktion auf diese Überfütterung. So nach dem Motto: "Nein, wir sind nicht, was ihr glaubt!" Auf diese Weise war "Fear Of Fours" alles, was wir eben nicht waren. Wir sind nicht das, hier sind wir und wir sind, was wir sind – eben nichts von diesen Dingen, die ihr sagt! Wir sind Lamb und wir definieren uns selbst. Fuck it, wir sind, was wir sind und das ist gut...!"
Andy: Im Grunde war es wie mit unseren Videos und allem drum herum: Wir wollten uns absetzen von dem, was die Leute über uns sagten. Wir wollten z.B. nicht als Paar gesehen werden, weil wir keins waren. Aber die Leute schrieben, das wir eines seien und was auch immer wir machten, dann schrieben sie halt, dass wir uns getrennt hätten oder so eine Scheiße. Sollten sie doch schreiben, was sie wollten, sie dachten das ja eh, egal was wir sagten. Wenn wir glücklich sind und es durch uns durchfließt, dann ist es das am Ende des Tages, was für uns das Ganze ausmacht.
?: Als ich das erste Mal "Gabriel" (erste Single vom neuen Album, Anm. d. A) gehört habe, ist mir der Remix von Kruder & Dorfmeister für einen Track eures ersten Albums durch den Kopf gegangen. "Gabriel" hat die gleiche Athmosphäre wie dieser.
Louis: Es war damals ziemlich amüsant, als die beiden den Remix gemacht haben. Irgendwie schien es, als hätten sie das Original gemacht und wir den Remix, weil ihre Version eher klang wie ein Original. Es klang wie eine Live-Version. Unsere war eher die durch den Wolf gedrehte Variante, die aber zuerst da war.
Andy: Es ist großartig, wie es damals dazu kam. Ich traf die beiden an einem Wochenende, als sie irgendwo in der Gegend auflegten. Danach kamen sie zu uns ins Studio, irgendwann kurz vor Sonnenaufgang – wirklich sehr früh – wir haben einige Stücke gespielt und als der Track kam, waren sie begeistert und wollten unbedingt ein Tape davon haben. Als wir dann über Leute nachdachten, die Remixe für uns machen könnten, da rief ich sie an, weil sie den Song gut fanden und ich dachte von jemandem, der einen Song wirklich gut findet, bekommt man einen guten Remix. Aber die beiden meinten, dass sie den Song nicht mixen wollen, weil sie ihn so, wie er war, einfach großartig fanden. Es hat drei weitere Anrufe gekostet und viele "He Mann, komm, macht doch den Song..."
?: Für wen hast du "Gabriel "geschrieben?
Louis: "Gabriel" ist inspiriert durch ein Gedicht von Roomy (englischer Dichter), wie einige meiner Texte. Es geht um eine Liebe, die nicht durch das, was oder wer die Person für dich ist, erzwungen wird. Die Art von großer Liebe, bei der man allein schon glücklich ist, dass diese Person existiert. Wo die eigene Existenz bedingt ist durch die Existenz dieser Person.
?: Meine Freundin sagt immer, es sei für ihr Baby, wenn sie das Lied hört.
Louis: Ja, viele fragen mich ob ich diesen Text für meine Kinder geschrieben habe, aber es ist eigentlich eher ein grundlegenderes, ein existenzielles Ding.
?: Dieser Track findet sich auch auf der aktuellen "Café del Mar"-CD wieder. Da habe ich auch zuerst etwas von eurem neuen Album gehört und war etwas verwundert. Es klang nicht wie Lamb und doch war es Lamb. Dann bekam ich die Vorab-CD und auch da war der Track eher sanft, ohne die von euch so gewohnten Ecken und Kanten – aber immerhin eindeutiger euch zuzuordnen.
Andy: Die "Café del Mar"-Version ist nicht so klar, aber das ist so, weil der Chorus sehr merkwürdig gecuttet worden ist. Es war ein wenig komisch, als die Leute vom Label kamen und sagten:"hier ist die neue 'Café del Mar', wollt ihr einen Track da drauf haben?" Wir haben gedacht 'ok, warum nicht, wir können ja einen Mix dafür machen' und dann hatten wir eine Reihe, aber keinen der uns wirklich weggeblasen hätte. Die vom Label haben dann gesagt: "Gut, dann nehmen wir einen Track vom Album." Da war ein gewisses Maß an Politik dabei, gegenüber dem Label zu sagen, dass alles fein sei, wie sie es mit dem Track gemacht haben.
Ein bischen nach dem Motto, "lass die glauben, alles sei in Ordnung und die sind happy". Wir können weiter machen, haben Spaß dabei und kriegen den Extrashot für's Video...

Louis: Haha!
Andy: Weißt du, "Café del Mar" wurde veröffentlicht und ich mag die Dinger nicht. Ich finde, es ist ein schlaffes Album, aber es war zwei Jahre her seit unserer letzten Veröffentlichung und ein Teil von mir dachte "fuck it"...
Louis: Das ist das ganze Ding mit den "Café del Mar"-Compilations. Es gab ein paar ganz erstaunliche und daher schien es eine ganz gute Idee zu sein. Aber ich habe dabei zurückgedacht an die Zeit, bevor das ganze so abgegrast und touristisch geworden ist. Eher so, da zu sein, gute Musik zu hören und den Sonneuntergang zu betrachten... Das waren die Intentionen, ein Stück auf dieser Compilation zu haben. Als ich dann das Album gehört habe, war ich sehr enttäuscht. Es war so, als wären wir nicht wirklich ein Teil davon.
Andy: Da gibt es aber noch ein anderes Ibiza-Album, auf dem wir drauf sind, glaube ich. Und dann sind da noch drei weitere Compilations, auf denen wir mit "Gorecki" vertreten sind und viele Leute entdecken das erst jetzt.
Louis: Ja, sie entdecken es immer mehr. Gerade haben wir erfahren, dass Nicole Kidman eine Coverversion von "Gorecki" machen wollte und es in "Moulin Rouge" singen sollte.
Andy: Offenbar kam die Idee sogar von ihr, weil sie den Song sehr mag und ihn unbedingt in dem Film haben wollte. Ihr Manager hat sich vor ein paar Tagen an Gordon (Manager von Lamb, Anm. d. A.) gewandt, weil er uns haben wollte, eine Version zu produzieren, zu der sie dann singt.
Louis: Ich dachte "yeah, das wäre brilliant" – aber es wäre typisch, dass "Gorecki" ein Hit werden würde und ich ihn nicht einmal singe.
Andy: Ich könnte Akustikgitarre im Video spielen.
Louis: Aha!
Andy: Ja, sie singt echt gut.
Louis: Ja, du könntest dabei sein..
Andy: Sie ist heiß!
Louis: Es könnte eine Mischung werden aus dir und Tom Ashley...
?: Wie ist das mit Compilations im Allgemeinen? Mögt ihr es, ein Teil zu sein von etwas unter einer Überschrift wie "TripHop" oder "Sweet Lovesongs" oder so was?
Andy: Ich mag sie, das heißt, wenn sie gut sind, dann bin ich sogar stolz drauf. Wenn die Zusammenstellungen schlecht sind, ist es wie mit allem. Solange sie mit Liebe zusammengestellt sind, ist so etwas großartig. Z.B. "Chilled Ibiza". Die kannst du im Supermarkt kaufen. Eine Doppel-CD mit über einer Millionen Kopien. Die ist billig, aber super schön, weil einfach alle Songs drauf sind, die man haben will und die ist echt gut gemixt.
Ich mag das Feedback, das wir bekommen zu einer Compilation, die gut ist, und wo ein Track von uns drauf ist. Mein Frisör,...

Louis:. Mein Frisör liebt diese CD.
Andy: Da kam jemand zu meinem Frisör, der sagte, er hätte sich diese neue Kompilation gekauft und da wäre ein Track drauf, das wäre DER Track und es war "Gorecki". Als ich ihm sagte, das Stück wäre schon seit Jahren draußen, erstaunte ihn das. Wir passen nicht wirklich in eine dieser Schubladen "Chillout" oder "Club" oder ähnliches, aber ich finde es gut, wenn die Leute durch diese Dinge von uns hören. Außerdem ist es für mich immer wieder erstaunlich, wie anders die Tracks klingen, wenn sie in einem anderen Kontext stehen und wie sie ineinander gemixt sind.
Louis: Ich glaube unseren Durchbruch in Europa haten wir mit "Cotton Wool" auf dieser einen Compilation...
Andy: "Rebirth Of Cool".
Louis: Ja, in vielen Ländern Europas konnte man uns zuerst auf diesem Album hören.
Andy: Das war ein Killer-Album!
Louis: Ja, und ein Killer-Mix von "Cotton Wool" und wir verdanken diesem Umstand wirklich viel.
?: Ihr habt den Cover-Designer gewechselt. War das eine Entscheidung der Plattenfirma?
Louis: Nein, mit dem ganzen Album war es, als würden wir bei Null starten. Eine frische, neue Seite aufschlagen. Nicht, dass wir alles, was gewesen ist, damit wegwischen wollten, es braucht nur manchmal neue Perspektiven. Manchmal ist es einfach gut, alles zu vergessen und eine neue Art von Offenheit zuzulassen. Rick, der die beiden ersten Cover gemacht hat, ist ein guter Freund von mir, wir kennen uns schon sehr lange und ich finde seine Arbeiten großartig. Er ist für einige Preise nominiert mit Arbeiten, die er für andere Bands gemacht hat. Er ist viel beschäftigt mit Sachen dieser Art. Es war nichts gegen ihn, als vielmehr eben die Idee, mal etwas Neues zu probieren.
?: Das erste Cover war großartig, das zweite wirkte auf mich ein wenig uninspiriert...
Louis: Das zweite war grauenvoll. Aber das ursprüngliche Design war ganz anders, die Plattenfirma allerdings wollte es nicht. Daher brachte Richard dann etwas eher belangloses. Das eigentliche Bild für das Cover ist jetzt auf der Innenseite.
Andy: Wir hatten am Ende diese lächerliche Konversation mit dem Label, einen Tag vor dem Druck, in der es nur darum ging, dass das Hexagon auf dem Cover zu groß sei. Nun ja...
?: Wie denkt ihr über Musik im Internet?
Andy: Brilliant. Über Musik zu lesen ist nicht genug. Mit ein paar Samples dazu, einigen Bildern oder Quicktimes bekommt es eine ganz andere Dimension. Das Radio in England ist grauenvoll, daher ist meine Lieblingsmethode, wie ich an neue Musik gerate, die durch Mailinglisten. Die bekomme ich jede Woche, mit Audiofiles aller Tracks. Dadurch kann ich über die Musik lesen und gleichzeitig etwas davon hören, um dann die Sachen, die mir gefallen, zu bestellen. Oder Napster, wo ich einfach direkt etwas suchen und Downloaden kann. Für mich hat das Netz längst das Radio ersetzt, es ist No. 1, um Musik zu finden.
?: Ich denke, Napster ist ein wenig wie der alte Weg. Auf Parties die Plattensammlungen anderer zu durchstöbern und Sachen zu finden, von deren Existenz man gar nichts wusste. Ich sprach vor ein paar Tagen mit Irmin Schmidt, einem der Gründer von Can. Er meinte, das Problem mit Napster und ähnlichen sei, dass er selbst keine Kontrolle darüber habe, was und wie den Leuten seine Sachen nahegebracht würden.
Louis: Es bräuchte dann eine Menge Kontrolle. Ich meine, du kannst Tracks von uns hören, die Leute bei irgendwelchen unserer Konzerte aufgenommen haben. Von der Qualität her grausige "pirate copies". Und manchmal kann es etwas bedrückend sein, wenn diese Aufnahmen, bei denen man selbst vielleicht auch nicht in bester Form war, für jeden zu hören sind...
Andy: Ich denke, das ist punky!
Louis: Exakt!
Andy: Ich glaube nicht, dass die Fans sagen werden "oh shit, Lou ist ein wenig flach im Chorus" oder "was ist da mit dem Bass los?". Es ist eher so, dass die einen neuen Track von uns hören und sich freuen, den zu bekommen. Wir haben mal zwei neue Stücke auf einem Gig gespielt und am nächsten Tag waren sie auf Napster zu bekommen. Viele Fans mochten ihn und auf einem späteren Gig – das Album war noch gar nicht draußen – haben wir die Songs wieder gespielt und die Leute haben mitgesungen. Das hatte eine ganz eigene Power!
Louis: Ich sehe das genauso. Es ist eine Art von dezentraler Macht. Und das ist es, was das Netz ausmacht. Es bringt die Power in die Rechner eines jeden Individuums...
?: Wie ist es, mit zwei Kindern auf Tour zu sein?
Andy: Ich habe das noch nicht erfahren. Bisher war nur Ruben (Louis älterer Sohn, Anm. d. A.) mit und das hatte seine Höhen und Tiefen.
Louis: Wirklich, da gibt es keine Lösung mit Kindern. Ich habe meinen Sohn im Hotelzimmer gelassen und er war wirklich außer sich, weil ich gehen musste. Und ich musste die Türe schließen und konnte ihn drinnen schreien hören und meine Mutter, die versuchte ihn zu beruhigen. Als Eltern ist es hart, eine Entscheidung zu treffen. Wie auch immer sie ausfällt, man weiß nie, ob es die richtige für die Kinder war. So weiß ich immer noch nicht, ob es die richtige Entscheidung war, meinen älteren Sohn mit auf Tour zu nehmen oder ob es besser wäre, wenn er seine Routine von zu Hause weiter hätte. Man muss es einfach so angehen, wie es kommt. Ihn einbeziehen, so weit das bei einem Dreijährigen geht. Mit dem Baby ist es dasselbe, solange es gefüttert wird...
Andy: Ich glaube, es ist gut für den Rest von uns.
Louis: Was?
Andy: Ruben mit auf Tour zu haben. Jeder hier mag es, weil die gesamte Crew einfach viel relaxter ist in der letzten Zeit.
Louis: Meinst du? Ich hatte nur die Paranoia, dass alle durchdrehen, wenn der Kleine immer nachts weint und alle weckt.

Carsten Bäumer


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