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  DVD-Review Madredeus - Euforia
Review

DVD-Review ::: Madredeus - Euforia  
Review

Madredeus
Euforia
Capitol / EMI
Portugiesischer Folklore, Klassik und Pop


FSK: ohne Altersbeschränkung
Sprache: Portugiesisch / Englisch
 
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Stadsschouburg Brügge - Kulturstadt Europas 2002. 04.04.2002: Portugiesische Barmusik trifft auf philharmonischen Glamour.

Es ist ein wenig wie bei der Gattung des klassischen Gitarrenkonzerts. Überspitzt gesagt: Man hört die Gitarre nicht. Logische Konsequenz ist, dass der Komponist der Orchestermusik, Antonio Vitorino d´Almeida, sich für einen speziellen Kunstgriff entschied: Concerto grosso - eine Form aus der Barockzeit. Passagen mit dem ganzen Orchester (The Flemish Radio Orchestra, Dirigent: Bjarte Engeset) wechseln sich mit solchen ab, in denen nur ein Solistenensemble (Madredeus) spielt. Und siehe da: man hört die Gitarre doch! Das war dann auch das einzige Problem. Die Stimme der Sängerin Maria Teresa Salgueiro hat eine Tragweite, die ohnehin bei jeder Besetzung im Zentrum steht. Diese Musik wird aber nicht mehr so sehr von dem eigentümlich intimen Charakter bestimmt, den man aus der Diskografie des Projekts kennt, das seit dem Zusammentreffen der Gitarristen Pedro Ayres Magalhães und Rodrigo Leão besteht und sich nicht so recht in die Schublade "Band" einfügen will, - zudem kennt man es von Leuten, die schon mal in Lissabon waren und das dann als Entdeckung und Geheimtipp mitbringen – nein, es ist jetzt trotz des Einsatzes von Synthesizern originäre, moderne klassische Musik. Das ist ein Schritt von der ersten aufsehenerregenden Veröffentlichung "Os Dias Da Madredeus" von 1987, die man irgendwo zwischen portugiesischer Folklore, Klassik und Pop einsortierte, über das sehr atmosphärische dritte Album "O Espirito Da Paz" (1994) bis auf die ganz große Bühne. Ein Schritt, den man konsequent nennen muss. Die Zusammenarbeit mit einem großen Orchester war immer schon ein Traum der Formation, zu deren Popularität sicher auch Wim Wenders Film "Lisbon Story" (1994) beigetragen hat.

Dem festlichen Anlass ist das Medium der DVD mehr als angemessen. Da nicht jeder des Portugiesischen mächtig ist, ist es doch sehr bequem, sich die englischen Untertitel zu den sehr guten Texten einzuschalten und man bekommt die Bandhistorie wohltemperiert aufbereitet dargeboten. Ein Detail: Der Name der Gruppe hat nur sekundär mit der Mutter Gottes zu tun. Sie nannten sich nach ihrem ersten "Proberaum": Ein altes Theater in der Nähe des Klosters Convento de Madre de Deus.
Nach einigen personellen Umstellungen im Laufe der Jahre blieb die experimentierfreudige Band, bei stetig wachsendem Erfolg, sich selber treu. So brachte man 2002 "Electronico" heraus, ein waschechtes Remix-Album, womit sie bei der Klassik-Fraktion ihrer Fans sicher in Ungnade fielen. Aber die werden mit den 25 Titeln von "Euforia" mehr als entschädigt: Arrangements aller Stücke des letzten Studioalbums "Movimento" (2001) und von ausgewähltem älteren Material. Alles in allem: Die Dokumentation eines besonderen Anlasses für Leute, die das Besondere lieben.
 
Peter Backof
 

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