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DVD-Review INXS - I’m Only Looking - Best Of DVD |
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Letztlich waren Sie trotz des enormen Mainstream-Erfolges eine von den Feuilletons enorm unterbewertete, verkannte Band. Die Rede ist von INXS, den australischen Pop-Superstars, die von Mitte der Achtziger bis weithin in die Neunzigerjahre große Erfolge feiern konnten mit Hits wie "What You Need", "Devil Inside", "Suicide Blonde" oder dem wunderschönen "Baby Don't Cry". Mit ihrer Mischung aus Rock, Funk und Pop und unwiderstehlich sexy Grooves hätten INXS allemal mehr Kritikerlob verdient gehabt, aber so spielt das Leben nun mal. Im September
feiert die Band um den 1997 unter tragischen Umständen verstorbenen Frontmann
Michael Hutchence nun schon ihr 25-jähriges Jubiläum; Grund genug für die Plattenfirma der Aussies mit dieser prallen Doppel-DVD noch einmal das opulente Oeuvre der Band Revue passieren zu lassen. Auf DVD1 befinden sich alle 25 Videos, die zum Teil von namhaften Regisseuren wie Joel Schumacher ("Devil Inside") umgesetzt wurden. Das Potenzial der Band, die wie kaum eine andere Groove federleicht erscheinen lassen konnte, wo andere wie eine Elefantenhorde über den Tanzboden polterte, wird hier in chronologischer Reihenfolge noch einmal zusehens größer. Über ein weltweites Casting bemüht sich INXS übrigens seit einiger Zeit einen neuen Sänger zu finden. Ob es grundsätzlich eine gelungene Idee ist, INXS wieder aufleben zu lassen, darf aber nicht nur deshalb bezweifelt werden, weil Hutchence großen Anteil am Songwriting hatte. Vor allem war der Beau ein Frontmann von Gottes Gnaden, ein Narziss wie es im Buche steht, einer aus der Mick Jagger- oder Steven Tyler-Liga, der das Publikum beherrschte, wie nur wenige Frontleute eine Band. Kurz: Hutchence war ein wirklicher Star. Das beweist dann vor allem auch DVD2, die u.a. eine Live-Section mit Aufnahmen zwischen 1980
und 1997 enthält und nicht zuletzt zeigt, wie er im Laufe der Jahre sein Handwerk als Charismatiker und Magier immer besser behrrscht und kurz vor seinem Tod sicherlich auf der Höhe seines künstlerischen Schaffens gestanden hat. Zudem gibt es auf DVD2 noch einen riesigen Haufen Bonus-Material, von Interviews über eine "Behind the Scenes"-Sektion oder eine "Gallery" mit Band-Fotos von prominenten Fotografen wie Herb Ritz, Helmut Newton oder Annie Leibowitz bis zu Remixed-Versionen. Nicht nur für Fans ist dieses Dokument also ein wunderbares Vermächtnis, das Zeugnis ablegt davon, wie cool Pop-Musik jenseits geklonter Möchtegern-Stars auch sein kann.
Andreas Kötter |
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