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  DVD-Review Come Together - A Night For John Lennon's Words & Music
Review

DVD-Review ::: Come Together - A Night For John Lennon  
Review

Come Together
A Night For John Lennon's Words & Music
Eagle Vision
Tribute

4:3, Dolby Digital 5.1 / 2.0, ca. 90 Minuten
FSK: ohne Altersbeschränkung
Sprache: Englisch
 
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Eigentlich sollte dieses Tribut an John Lennon als Wohltätigkeitsveranstaltung zu Gunsten schärferer Waffengesetze stattfinden, aber nicht mal einen Monat nach den Terroranschlägen vom elften September 2001, und dann auch noch in New York, war das Motto selbstverständlich. Und schon in seiner Begrüßung beginnt Kevin Spacey, der den Abend moderiert, die seltsame Brücke zwischen John Lennon, New York und den Terroranschlägen herzustellen, die das Anschauen der Aufzeichnung zumindest aus zeitlicher Distanz anstrengend macht. Denn der Abend läuft dann so: Zunächst werden immer kurze Filme von John Lennon eingespielt, vornehmlich aus seiner Bart-Phase, in denen der Beatle über den Weltfrieden referiert. Dann interpretiert eine Hollywood-Größe (u.a. Ben Stiller, Dustin Hoffman u. Tim Roth) Lennons eher konfuse Äußerungen, oft als Solidaritäts-Erklärung zu Amerika (was bei Lennons Schwierigkeiten mit der amerikanischen Justiz ziemlich befremdet). Dann gibt's endlich Musik, und dann das selbe Spielchen wieder von vorne. Wie gesagt, so ganz in John Lennons Sinne wirkt das ganze Alle-Zusammen-Pathos zumindest in dieser Ausprägung nicht. Aber Lennon ist nun mal tot und kann sich dieser Vereinnahmung seines Mythos nicht entziehen.

Aber Musik wird ja auch gemacht. Die ist von unterschiedlicher Qualität: Dave Matthews mit Akustik-Gitarre ist eh toll, Alanis Morissette macht aus "Dear Prudence" einen Alanis-Morissette-Song, Dave Stewart und Nelly Furtado sind bei "Instant Karma" genial lakonisch und Lou Reed trifft bei "Jealous Guy" keinen Ton, so wie man sich das in diesem Fall auch wünschen darf. Der Rest allerdings ist weniger erwähnenswert bis unangenehm belanglos. Richtig toll ist ausgerechnet die Performance vom R'n'B-Schnulzi Craig David. Nur begleitet von Akustik-Gitarre verleiht er "Come Together" einen ungeahnten Funk und dem Abend einen späten Höhepunkt.

Zum Schluss singen dann alle zusammen "Give Peace A Chance", und ausgerechnet Shaggy rappt drüber. Das ist so unglaublich bescheuert, dass es Lennon selber sogar möglicherweise gefallen hätte. Wer weiß. Diese DVD ist zwar ein echtes Zeitdokument, man muss sie aber nicht gesehen haben.
 
Arne David
 

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